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Bildung Wie die Leipziger Uniklinik 17 Kindern das Leben rettete
Leipzig Bildung Wie die Leipziger Uniklinik 17 Kindern das Leben rettete
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22:59 27.12.2019
2019 hat Jörn-Sven Kühl (Mitte) am Leipziger Uniklinikum bei 17 Kindern erfolgreich Transplantationen durchgeführt. Quelle: Uniklinik Leipzig
Leipzig

Eine besondere Herausforderung: Die Leipziger Uniklinik hat seit Anfang des Jahres 17 Kinder, teilweise Kleinkinder transplantiert. Bisher ohne Zwischenfälle, wie die Einrichtung mitteilt. „Für einen Transplanteur oder einen Onkologen ist es kein Tagesgeschäft, Neugeborene mit einem Gewicht von vielleicht nur fünf Kilogramm zu versorgen. Doch das ist eben auch das

Spannende an diesem Bereich“, sagt Jörn-Sven Kühl, der für das Transplantationsprogramm verantwortlich ist.

Programm reformiert

Erst Ende 2018 wurde das Programm neu aufgelegt. Bereits zuvor hat das Klinikum Transplantationen bei Kleinkindern vorgenommen. Es waren jedoch meist nur vier oder fünf junge Patienten. Nun wurden die Mittel erweitert und für die Behandlung und die nachfolgende Betreuung stehen fünf Betten zur Verfügung. „Er hat die richtigen und wichtigen Weichen gestellt“, erklärt Kühl, der 2017 von der Berliner Charité nach Leipzig wechselte.

Obwohl er als Onkologe auf Krebserkrankungen spezialisiert ist, ging es bei den meisten Fällen gar nicht um Krebs oder Leukämie, sondern um andere, meist angeborene Probleme. In 14 Fällen wurden den Kindern Organe oder Gewebe von Geschwistern oder anderen Spendern transplantiert. So wurde einem 15 Monate altem Kind Stammzellen entnommen, die zur Heilung des älteren Geschwisterkindes betrugen. In drei Fällen reichte es aus, körpereigenes Gewebe zu verpflanzen. Auf diese Weise konnten zwei Tumore entfernt und eine Gentherapie angewandt werden.

Neuer Schwerpunkt

Bisher gab es nur wenige Komplikationen bei den transplantierten Patienten zu geben, die anscheinend nicht allzu schwerwiegend waren. Allerdings befinden sich einige der Kinder noch zur Überwachung und Nachversorgung im Krankenhaus.

In Zukunft möchte sich der Leiter des Transplantationsprogramms einem neuen zusätzlichen Schwerpunkt zuwenden: Adrenoleukodystrophie (ALD). Dabei handelt es sich um eine genetische vererbbare Stoffwechselkrankheit, bei der einzelne Fettsäuren im Körper nicht abgebaut werden können. Diese Rückstände können zu Schäden an den Nebennieren, dem Rückenmark und dem Gehirn führen. Diese Krankheit tritt äußerst selten auf, sodass den Experten laut eigener Aussage Anfragen aus ganz Deutschland erreichen.

Von tsa

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