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Boulevard Nadja Michael: Von Gerichshain auf die großen Opernbühnen der Welt
Leipzig Boulevard Nadja Michael: Von Gerichshain auf die großen Opernbühnen der Welt
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17:10 06.01.2012
Von Kerstin Decker
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. In Gerichshain bei Wurzen ist sie aufgewachsen, in Markkleeberg hat sie die Rudolf-Hildebrand-Spezialschule für Musik besucht und dort im Internat gewohnt. Mit 18 ging sie aus Leipzig weg, um Opernsängerin zu werden. Jetzt wird sie auf den wichtigsten Bühnen der Welt bejubelt: in Mailand, Wien, London, Brüssel, Paris. Im Frühjahr singt sie in New York an der Metropolitan Opera die Hauptrolle der Lady Macbeth. „Künstlerisch habe ich ein tolles Jahr vor mir", strahlt die Sopranistin. Als Mensch, der mit offenen Augen durch die Welt reist, macht sie sich aber auch Sorgen: „Ich habe das Gefühl, wir laufen auf brüchigem Grund. Ich sehe doch, was in der Welt los ist."

Zum Jahresende genoss die Opernsängerin mit der Topmodel-Figur, die früher mal Schwimmerin werden sollte, ein paar Tage in der alten Heimat. Sie trat beim Neujahrskonzert des MDR im Gewandhaus auf. Das Weihnachtsfest verbrachte sie bei ihrer „Mum" in Gerichshain, die beiden schlichen sich „wie die Mäuschen" in die Thomaskirche und lauschten einem Konzert der Thomaner. Mit viel schlafen, viel Wasser trinken und nicht sprechen schont die 41-Jährige ihre Stimme. Denn bald beginnt das große Reisen wieder. Ihre beiden Töchter, zehn und neun Jahre alt, nimmt die Alleinerziehende, die in Berlin lebt, immer mit. Sie besuchen dann für jeweils zwei bis drei Monate eine Internationale Schule am Gastspielort der Mutter.

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Zuletzt war Nadja Michael im April 2011 im Leipziger Bildermuseum zu erleben. Zur Enthüllung einer neuen Limousine von Audi sang sie zwischen Tänzern mit weißen Stoffbahnen den von ihr selbst geschriebenen und produzierten Titel "The day of the days". Später stand sie auf einer sich immer weiter nach oben schiebenden Hebebühne und sang noch eine experimentelle Medea-Bearbeitung.  

Kerstin Decker