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Boulevard Schüler aus den USA und Ägypten zu Gast an den Leipziger Rahn-Schulen
Leipzig Boulevard Schüler aus den USA und Ägypten zu Gast an den Leipziger Rahn-Schulen
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17:18 20.06.2019
So einfach ist internationale Freundschaft: Julia Böttcher, Karma George, Lara Mohamed und Hannah Ettrich (v.l.n.r.) entdecken beim Schüleraustausch Leipzig. Quelle: Armin Kühne
Leipzig

Das Unbekannte kennenlernen und das Vertraute mit neuen Augen sehen – darum geht es bei dem Schüleraustauschprogramm von Rahn Education. Die Gäste nehmen am Unterricht teil und erzählen mit Präsentationen von ihrer Heimat. Rahn Education hat 35 Standorte, davon vier im Ausland – im russischen Kaliningrad, im polnischen Zielona Góra, im spanischen Mallorca und eben in Kairo, Ägypten.

Jugendliche aus Georgia sind erstmals in Leipzig

Gleich zweimal hohen Besuch haben derzeit die Rahn-Schulen in Leipzig. Zum ersten Mal sind Schüler der Partner-Highschool South Forsythe in Cumming im US-Bundesstaat Georgia und Schüler des Rahn-Education-Standorts Kairo am Musikalisch-Sportlichen Gymnasium zu Gast. Es ist der Gegenbesuch im Schüleraustauschprogramm, denn im vergangenen Herbst waren Rahn-Schüler der 5. bis 8. Klassen in Kairo, Schüler der 9. bis 12. Klassen in den USA.

Zwischenstation Berlin, Hauptstation Leipzig

Charlotte Meinel erinnert sich an ihren USA-Aufenthalt: „Das Highschool-Leben an sich mitzumachen war das Highlight. Wir haben aber auch den US-Kongress in Washington und den Park vor dem Weißen Haus besucht.“ Die US-amerikanischen Jugendlichen hatten Zwischenstation in Berlin, bevor sie nach Leipzig kamen. „Ich wollte selbst sehen, wie Deutschland ist“, sagt die 17-jährige Maggie Lonsway aus Cumming. „Es ist das eine, davon zu lesen und zu hören, aber etwas ganz anderes, alles mit eigenen Augen zu sehen.“

Überraschungen auf beiden Seiten

Auch die elfjährige Julia Böttcher nimmt genau deswegen am Programm teil: „Ich kannte vorher niemanden aus Kairo und Karma kann mir so viel über ihre Kultur erzählen. Jetzt habe ich die Chance, ihr auch ein bisschen Deutschland zu zeigen.“ Das birgt Überraschungen auf beiden Seiten. Denn was für die Leipziger alltäglich ist, finden die Ägypter und US-Amerikaner mitunter spannend. „Das ist mein erster Tag hier“, sagt Julias Gast, die zwölfjährige Karma George aus Kairo. „Am meisten freue ich mich darauf, einen Wald zu sehen.“ Eichen, Fichten, Kiefern – Bäume, die in Ägypten, wo fruchtbares Grün nahtlos in Wüstengebiete übergeht, so dicht nicht gedeihen. Museen, in denen man interessante Dinge lernen kann, haben es der elfjährigen Lara Mohamed besonders angetan.

Stand-up-Paddling und die Spuren Bachs

Wer sich mit Reisenden umgibt, lernt aber nicht nur Museumsstücke und eine fremde Kultur kennen, auch die eigene Heimat sieht er durch eine andere Brille. So geht es zumindest Laras Gastschwester Hannah Ettrich: „Ich bin in Leipzig geboren und kenne das als mein Zuhause. Ich war noch nie als Tourist in Leipzig und finde es spannend, wie jemand meine Stadt zum ersten Mal sieht.“ Es werden einige Klassiker dabei sein – das Musikalisch-Sportliche Gymnasium bietet neben dem regulären Schulbesuch ein Programm, das seinem Profil entspricht. Dazu gehören unter anderem Bachs Thomaskirche, der Besuch eines Handball-Spiels beim DHfK, Stand-up-Paddling und Jump House für die „Großen“, Red-Bull-Arena und Inspirata für die „Kleinen“. Zunächst geht es aber in den Zoo Leipzig – das Elefantenbaby wartet. Und da sind weder die Jugendlichen aus Leipzig, noch die aus Kairo oder Cumming zu halten.

Von Juliane Groh

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