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Boulevard Vernissage mit dem Bildhauer Karl-Heinz Richter: Weibsbild Rosi bleibt in Leipzig
Leipzig Boulevard Vernissage mit dem Bildhauer Karl-Heinz Richter: Weibsbild Rosi bleibt in Leipzig
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18:27 24.06.2012
Von Regina Katzer
Bildhauer Karl-Heinz Richter mit einem Weibsbild am Sonnabend in Leipzig.
Bildhauer Karl-Heinz Richter mit einem Weibsbild am Sonnabend in Leipzig. Quelle: Regina Katzer
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Leipzig
Rosi, ein Richtersches Kunstobjekt, steht mittlerweile seit Eröfffnung des Ladens vor 14 Jahren im Schaufenster in Leipzig: "Sie ist Talismann, guter Geist und Motivator", so Salon-Managerin Martina Lang.
Leipzig. Zu einer Vernissage mit dem Bildhauer Karl-Heinz Richter hatte Friseur Jens Trostdorf am Sonnabend geladen. Mit 17 Plastiken war der Künstler aus Chemnitz angereist und hatte vorwiegend Weibsbilder aus Ton und Pappmaché im Gepäck. Rosi, ein Richtersches Kunstobjekt, steht mittlerweile seit Eröfffnung des Ladens vor 14 Jahren im Schaufenster in Leipzig: "Sie ist Talismann, guter Geist und Motivator", so Salon-Managerin Martina Lang.

Die dicken Damen und gut gebauten Herren aus Kunststoff thronen mitten im Laden, sitzen neben Frisiertischen oder stehen, die Besucher aus den Augenwinkeln beobachtend, an der Wand. Man kann ihnen nahe kommen, Blicke zuwerfen oder sie anlachen.

Karl-Heinz Richter, Jahrgang 1946, lebt und arbeitet in Chemnitz. Er geht Formen nach, spannt sie zu Tälern und Hügeln aus und hat Spaß dabei: "Einzige Bedingung ist, dass es noch ästhetisch aussieht."

Weil er Leipzig so lebendig findet, komme er auch einfach mal auf einen Kaffee vorbei, so Richter.

Auch Impresario Peter Degner ist unter den Gästen und findet es gut, dass "der Trend wieder zu dicken Frauen geht". Pianistin Anja Halefeldt, die sich im Salon frisieren lässt und hier auch schon ein weihnachtliches Jazzkonzert gegeben hat, steht faszieniert vor den Plastiken: "Sie sind so ehrlich, mutig und direkt." 

Unter das Vernissage-Publikum mischen sich Gastronomen, Rechtsanwälte, Ärzte und Kunstkenner. Nur zwölf Plastiken werden ihren Rückweg am Montag antreten, fünf bleiben in Leipzig und werden ihren neuen Besitzern so manches Schmunzeln abgewinnen.

Regina Katzer