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Modern Vleischerei in der Leipziger Eisenbahnstraße eröffnet im Dezember
Leipzig Essen in Leipzig Modern Vleischerei in der Leipziger Eisenbahnstraße eröffnet im Dezember
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09:13 25.11.2019
Vleischerei-Urgestein Haschke vor der Fliesenwand an der Bar in der demnächst eröffnenden Vleischerei in der Eisenbahnstraße. Quelle: Foto: Christian Modla
Leipzig

Es ist dann doch ein Jahr später geworden, aber immer noch weit entfernt von gewissen Berliner Verhältnissen. Ursprünglich sollte die Vleischerei im Osten Leipzigs am Ende von 2018 eröffnet werden, doch dann kam so einiges dazwischen. Spätestens Mitte Dezember jedoch wird es soweit sein. Der Start des Ladens ist auch mit einem unverhofften Abschied verbunden.

22 000 Euro von Unterstützern

Aber der Reihe nach: Mit der Eröffnung der Vleischerei in Plagwitz an der Ecke von Karl-Heine- und Zschocherscher Straße setzten Kristoff Liebers und sein Team 2008 im Wortsinn eine neue Genuss- und Duftmarke in punkto veganes Essen. Hier gehen fleischfreie Currywurst, Gyros oder Vöner über die Theke. Auch wegen der seitdem deutlich gestiegenen Nachfrage beschloss man eine Erweiterung, nämlich den zweiten Laden in der Eisenbahnstraße 128. Um Geld vor allem für den Umbau einzuspielen, starteten die Vleischer eine Crowdfunding-Aktion im Netz. 488 Unterstützer sorgten für gut 22 000 Euro Zuschuss.

Erhöhter baulicher Aufwand

In den Folgemonaten stellte sich allerdings heraus, dass der ursprüngliche Eröffnungstermin nicht zu halten war. Der Zustand der Räume erhöhte den Aufwand der Baumaßnahmen, unter anderem kamen ungeplante Brandschutzmaßnahmen hinzu. Und in der Basis-Location lief auch nicht alles rund, wie die Vleischerei auf ihrer Website sowie in einem Schreiben an alle Unterstützer erklärte. Anfang dieses Jahres sei es zu firmeninternen Differenzen gekommen; man einigte sich auf einen sauberen Schnitt: Die Vleischerei West schließt, bietet aber ab Februar des kommenden Jahres unter anderem Namen weiterhin veganes Essen an.

Laden nimmt Gestalt an

Nun gilt alle Energie dem neuen, rund 100 Quadratmeter großen Domizil im Osten. Aktuell hat optisch noch baustellenartiges Betongrau die Oberhand, doch die Verhältnisse verschieben sich von Tag zu Tag. Weitgehend fertig sind der filigran geschwungene Tresen aus Eisen und der Barbereich, in den nächsten Tagen geht’s um die Fußbodenbeläge.

Erweitertes Angebot

Laut dem gastronomischen Leiter Haschke wird es das bereits bekannte Speisen-Repertoire deutlich erweitert. „Bei uns wird es künftig mehrere verschiedene Burger und mehr Pommes-Variationen geben“, kündigt er an. Geplant ist zudem, Antipasti-Teller und Kuchen ins Angebot zu nehmen. Auch ein Wochengericht kann sich Haschke in naher Zukunft vorstellen.

In den nächsten Tagen empfängt die Vleischerei-Crew noch ausschließlich Besucher aus der Handwerker-Branche, dann aber gehen die Türen für alle auf.

www.vleischerei.de

Von Mark Daniel