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Lokales 46 Jahre nach Kirchensprengung: Paulineraltar kehrt an die Uni Leipzig zurück
Leipzig Lokales 46 Jahre nach Kirchensprengung: Paulineraltar kehrt an die Uni Leipzig zurück
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15:41 24.10.2014
Rudolf Hiller von Gaertringen mit dem Paulineraltar.
Rudolf Hiller von Gaertringen mit dem Paulineraltar. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Seit seiner umfangreichen Restaurierung zwischen 1983 und 1993 stand der Altar als Leihgabe in der Thomaskirche. Nun ist bereits das erste Holzsegment wieder im neuen Andachtsraum der Universität ausgestellt. Künftig soll auch die ansässige Gemeinde den Altar im Rahmen ihrer Gottesdienste liturgisch wieder nutzen können.  

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„Die Rückkehr des Paulineraltars aus der am 30. Mai 1968 gesprengten Universitätskirche St. Pauli an den Augustusplatz ist ein Ereignis von höchster stadt- und universitätsgeschichtlicher Bedeutung“, freute sich Rudolf Hiller von Gaertringen, Kustos der universitären Kunstsammlungen, am Freitag. Der Paulineraltar, geschaffen um 1490 für das einstige Leipziger Dominikanerkloster, sei das bedeutendste mittelalterliche Altarwerk der Messestadt. „Für die Universität kehrt nicht nur das Hauptwerk ihrer Kunstsammlung auf den Campus zurück, auch im regionalen Umfeld sucht der Altar seinesgleichen“, so Hiller von Gaertringen weiter.  

Der heutige Neubau des Paulinums auf dem Uni-Campus im Stadtzentrum steht auf dem Platz der einstigen Paulinerkirche. Das gläserne Gebäude erinnert äußerlich an eine Kirche. Im Inneren gibt es neben der universitären Aula auch einen Andachtsraum.

mpu