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Lokales Coup im Kongressgeschäft? Leipzig macht Angebot für Verkehrsgerichtstag
Leipzig Lokales Coup im Kongressgeschäft? Leipzig macht Angebot für Verkehrsgerichtstag
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17:18 10.01.2018
Eröffnung des 54. Deutschen Verkehrsgerichtstags in der Kaiserpfalz in Goslar (Archivfoto).  Quelle: dpa
Goslar/Leipzig

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag (VGT) könnte demnächst in Leipzig stattfinden. Sollten die Veranstalter dieses über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Kongresses tatsächlich einen Ortswechsel wollen, steht ihnen die Leipziger Messe als Austragungsort offen. Der Sprecher der Leipziger Messe, Steffen Jantz, bestätigte gestern der Leipziger Volkszeitung, „dass dem VGT für die Veranstaltung ein Angebot vorliegt und wir uns im Gespräch befinden“.

Zuvor hatte VGT-Präsident Kay Nehm gesagt, dass man einen Ortswechsel für den alljährlich Ende Januar stattfindenden Kongress „in den Blick nehme“. Als Gründe nannte Nehm „die wachsende Zahl der Interessenten, schleppende Verbesserungen vor Ort und ein interessantes Angebot aus Leipzig“. Jantz sagte weiter: „Der Verkehrsgerichtstag ist zweifellos ein sehr attraktiver Kongress mit einer hohen medialen Aufmerksamkeit.“

Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) würde einen Wechsel sehr begrüßen. „Die Durchführung des Verkehrsgerichtstages in Leipzig wäre ein großer Gewinn für Leipzig“, sagte er der LVZ. „Leipzig ist als traditioneller Rechtsstandort sehr gut geeignet, Fachleute und die interessierte Öffentlichkeit zu diesem Ereignis zu empfangen.“ Der Freistaat, so Gemkow weiter, „würde sich mit Sicherheit als guter Gastgeber erweisen und alles dafür tun, einen Umzug nach Leipzig zu unterstützen“.

Der Deutsche Verkehrsgerichtstag hat sich zu einem über die Grenzen Deutschlands hinaus anerkannten und international beachteten Forum zu Fragen des Verkehrsrechts, der Verkehrspolitik und der Verkehrstechnik entwickelt. Ende Januar findet in Goslar die 56. Auflage mit rund 2000 Teilnehmern statt. Seit 1963 hat der Kongress seine Heimat in der Harzstadt in Niedersachsen.

Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) sagte, er würde den Weggang des Verkehrsgerichtstages sehr bedauern. Er gab sich jedoch optimistisch, einen Ortswechsel verhindern zu können und verwies auf bereits fertig gestellte und geplante neue Hotels und Tagungsräume.

Von Andreas Dunte