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Lokales Andrang zum ersten Bürgertag im neuen Leipziger Paulinum
Leipzig Lokales Andrang zum ersten Bürgertag im neuen Leipziger Paulinum
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12:10 03.12.2017
Bürgertag im Paulinum. Quelle: André Kempner
Leipzig

 Hunderte Leipziger haben am Samstag das am Vortag eröffnete Paulinum besichtigt. Bei einem Bürgertag konnten sie seit 13 Uhr den Nachfolgebau der vor 49 Jahren gesprengten Universitätskirche St. Pauli besuchen. Der vollständige Name des am Vortag offiziell eröffneten Bauwerkes am Leipziger Augustusplatz lautet „Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli“. Die alte Hochschulkirche war am 30. Mai 1968 unter Bürgerprotesten auf Anweisung des SED-Regimes gesprengt worden.

Hunderte Leipziger haben am Samstag das am Vortag eröffnete Paulinum besichtigt. Bei einem Bürgertag konnten sie seit 13 Uhr den Nachfolgebau der vor 49 Jahren gesprengten Universitätskirche St. Pauli besuchen.

Der Neubau soll zugleich als Aula, Kirche und feste Stätte der Universitätsmusik dienen. Die Fassade des Neubaus erinnert an das historische Vorbild. Im Inneren nehmen Orgelempore und Gewölbedecke Bezug auf den gotischen Vorgänger. Der Altarraum ist klimatisiert und durch eine Glaswand von dem bestuhlten Aula-Teil abgetrennt. Hinter der Wand, die bei Bedarf geöffnet werden kann, finden sich ein spätgotischer Wandelaltar und 26 wertvolle Epitaphe aus der alten Kirche.

Der geplanten Mehrfachnutzung des Baus waren jahrelange Diskussionen vorangegangen. Der Bau hatte sich mehrfach verzögert, zuletzt wegen besonderer Glaselemente zur Verkleidung der Säulen im Innenraum. Ursprünglich war die Eröffnung zur 600-Jahr-Feier der Universität vor acht Jahren geplant gewesen. Die Kosten für den Neubau von rund 117 Millionen Euro - etwa doppelt so viel wie vorgesehen - trug der Freistaat Sachsen.

Zu einem Festgottesdienst am Sonntag wird auch Sachsens evangelischer Landesbischof Carsten Rentzing erwartet. Den Abschluss der insgesamt viertägigen Feiern bildet der „dies academicus“ zum 608. Geburtstag der Hochschule am Montag.

Von LVZ