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Lokales Geflutete Schule in Leipzig-Connewitz bis Schuljahresende gesperrt
Leipzig Lokales Geflutete Schule in Leipzig-Connewitz bis Schuljahresende gesperrt
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19:15 02.05.2019
Das Lehrerzimmer der Apollonia-von-Wiedebach-Schule ist von den Wasserschäden besonders betroffen. Quelle: Fotos: André Kempner
Leipzig

Im Lehrerzimmer wurde der Bodenbelag schon entfernt, im Beratungsraum tropft es noch immer von der Decke. Nachdem am Montag ein geplatzter Wasserschlauch im Fachbereich Biologie die Apollonia-von-Wiedebach-Schule in Connewitz geflutet hat, ist mittlerweile klar: So bald wird in der Bildungsstätte kein Unterricht für die 563 Schüler stattfinden können. Laut Schulleiterin Katja Hanisch kann im Hauptgebäude bis zum Ende des Schuljahres nicht für den Unterrichtsbetrieb freigegeben werden. Wie lange die Reparaturarbeiten genau dauern werden, ist noch nicht abzusehen. „In manchen Zimmern stand das Wasser kniehoch, wir sind hier in Gummistiefeln herumgelaufen“, erzählt die Rektorin. „Das war fürchterlich. Natürlich habe ich mich gefragt: Wie können wir so den Schulbetrieb organisieren?“ Nach einer Begehung mit Vertretern der Stadt und des Landesamts für Schule und Bildung sei aber recht schnell ein Plan entworfen worden.

So werden die 5. Klassen noch bis zum Ende der Woche in der Petrischule unterrichtet, während sich die älteren Stufen, dem Lehrplan entsprechend, auf Exkursionen zu außerschulischen Lernorten begeben – etwa in das Schulmuseum, das Panometer oder die Zooschule. Davon ausgenommen sind die Zehntklässler, die kurz vor ihrem Realschulabschluss stehen. Sie bekommen morgens Aufgaben zugeteilt, die sie zu Hause erledigen und nachmittags abgeben müssen. „Gerade für die Abschlussstufe bin ich froh, dass wir so schnell Lösungen gefunden haben“, sagt Katja Hanisch. Schon ab Montag, den 6. Mai, soll für die Schüler, die stufenweise anderen Schulen zugeteilt werden, wieder Routine einkehren. Das Kollegium der Apollonia-von-Wiedebach-Schule wird dazu aufgeteilt, während die Schüler weiterhin zu normalen Schulzeiten und im Klassenverband unterrichtet werden – die 9. und 10. Klassen in der Wilhelm-Ostwald-Schule, die 8. Klassen in der Schule Ratzelstraße und die Klassen 5, 6 sowie 7 in der Schule in der Bernhard-Göring-Straße. Ausfälle soll es wegen des Wasserschadens nicht geben. Ob alle Nachmittagsangebote umgesetzt werden können, ist noch unklar.

„Wir tun im Rahmen unserer Möglichkeiten alles, die Kinder über das Schuljahr regulär beschulen zu können“, sagt die Schulleiterin. Dafür hat sie zusammen mit einigen Kollegen in einem Nebengebäude einen Krisenraum eingerichtet, von dem aus sie die Unterrichtsplanung koordiniert und über eine Notfallnummer auch für Eltern und Schüler erreichbar ist.

Auch die Reparaturarbeiten hat sie im Blick. Bisher wurde bereits ein Großteil des Wassers abgepumpt, nasse Bodenbeläge und Deckenplatten herausgerissen und feuchter Putz entfernt. „Natürlich sind wir alle auch persönlich betroffen“, erklärt Katja Hanisch. Die Schule sei ein wunderschönes Gebäude und Lehrer und Schüler habe immer versucht, es zu pflegen und mit Leben zu füllen. „Von außen sieht es aus, als sei nichts gewesen, aber innen ist es dramatisch.“

Wie hoch der bauliche Schaden ausfällt und wie sehr auch die Inneneinrichtung beschädigt wurde, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Nach Angaben der Stadt prüfen Statiker sowie Baufirmen derzeit vor Ort, wie schwerwiegend die Schäden sind – und wann das Gebäude wieder betreten werden darf. Über den Stand der Dinge sowie über aktuelle Unterrichtspläne informiert die Schule über ihre Homepage.

Von Hanna Gerwig

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