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Lokales Autofreier Innenstadtring: Leipzigs Grüne sprechen sich für rasche Planung aus
Leipzig Lokales Autofreier Innenstadtring: Leipzigs Grüne sprechen sich für rasche Planung aus
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23:09 11.10.2016
Verkehrschaos auf dem Ring vor dem Leipziger Hauptbahnhof. Quelle: Volkmar Heinz
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Leipzig

Leipzigs Grüne befürworten einen autofreien Innenstadtring. „Es gibt viele gute Gründe jetzt mit entsprechenden Planungen zu beginnen“, erklärte Daniel von der Heide, der verkehrspolitische Sprecher der Fraktion. Bei der Umgestaltung von Flächen und Plätzen sollten die Stadtplaner bereits heute Rücksicht darauf nehmen, auch wenn eine autofreie Innenstadt noch Jahre auf sich warten lassen werde.

Von der Heide betont die Vorteile für die Bürger. So habe sich das Konzept der autoarmen Innenstadt in Leipzig bewährt, das Stadtzentrum erlebe einen Boom. Auch würden durch einen autofreien Innenstadtring Gefahrenstellen entschärft. Er nennt besonders den Willy-Brandt-Platz. Nach Ansicht des Grünen-Verkehrsexperten sei die Sicherheitslage für Fußgänger vor dem Hauptbahnhof katastrophal. „Ich wundere mich jedes Mal, dass es nicht ständig zu Unfällen kommt“, so der von der Heide.

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An den Ampeln vor dem Hauptbahnhof werden die Fußgängerströme von der Innenstadt zum Hauptbahnhof – sowie zum künftigen Busbahnhof – durch zwei schmale Gassen an den Fußgängerampeln geleitet. Eine Sperrung des Willy-Brandt-Platzes für Autos könne nach Ansicht des Grünen-Stadtrats eine Lösung sein. Dann entfielen die Haltestellengeländer, Passanten hätten mehr Raum. Auch würden so Flächen frei, um die Haltestelle der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) zu erweitern. Damit könne dieses Nadelöhr im LVB-Netz aufgeweitet werden.

Auch an anderen Stellen der City stehe der Autoverkehr im Konflikt mit ÖPNV und Fußgängerströmen. Von der Heide nennt den Augustusplatz, wo die Zahl der Fußgänger nach Sanierung der alten Hauptpost zunehmen werde. Auch am Wilhelm-Leuschner-Platz, derzeit noch eine Brache, rechnet der Verkehrsexperte mit einer Zunahme der Passanten-Zahlen.

joka