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Lokales BMW baut an: Neue Logistikhalle für 200 Mitarbeiter in Leipzig eröffnet
Leipzig Lokales BMW baut an: Neue Logistikhalle für 200 Mitarbeiter in Leipzig eröffnet
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14:28 13.12.2019
Produktion des neuen BMW 2er Gran Coupé im Leipziger BMW-Werk. Quelle: Günter Schmied/BMW
Leipzig

Der gerade laufende Ausbau des Leipziger BMW-Werks sorgt auch für neue Jobs außerhalb des Werksgeländes: Direkt neben der Autofabrik im Norden Leipzigs ist jetzt eine neue Logistikhalle in Betrieb gegangen. 200 Mitarbeiter verladen hier künftig Teile für die zusätzlichen Fahrzeuge, die BMW hier bauen will – und stellen sie dann direkt ans Band. Angestellt sind sie aber nicht bei BMW selbst, sondern beim Logistiker Rhenus, der von BMW den Zuschlag für den Auftrag erhielt.

„Ohne die Komponenten aus diesem Versorgungszentrum können wir im Werk kein einziges Auto fertigen“, sagte BMW-Werksleiter Hans-Peter Kemser zur feierlichen Inbetriebnahme. Teile wie Bodenverkleidungen, Scheinwerfer und Kofferraumabdeckungen für 1er und 2er sollen künftig von hier kommen. Der neuen Halle komme damit „eine zentrale Funktion für die Materialversorgung des Werkes“ zu, sagte Kemser.

BMW erhöht Kapazität auf 350.000 Autos

Und sie ist auch entscheidend für die gerade laufende Erweiterung des Werkes. BMW investiert gerade 300 Millionen Euro, um die Kapazität von bisher 250.000 auf 350.000 Fahrzeugen pro Jahr zu erhöhen. Vor vier Wochen ging das erste neue Modell schon in Serie: das 2er Gran Coupé. Im Mai soll alles fertig sein, die Produktion dann auf 60 Autos pro Stunde steigen. Um dieses Volumenwachstum zu realisieren, „ist das neue Logistikzentrum mit seiner unmittelbaren Nähe zum Werk ein echter Standortvorteil“, sagte Kemser.

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So groß wie sieben Fußbalfelder

50.000 Quadratmeter misst die neue Halle, so viel wie sieben Fußballfelder. Innerhalb von nur elf Monaten war sie direkt westlich des BMW-Werks auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf die grüne Wiese gesetzt worden. Gebaut hat aber nicht BMW selbst, sondern der Projektentwickler Goodman, der die Halle nun an BMW vermietet.

Zur Eröffnung überreichte Goodman-Manager Christoph Prange symbolisch den Schlüssel an Werksleiter Kemser – und der war stilecht: Statt eines klassischen Schlüssels gab es einen übergroßen Autoschlüssel mit Funkfernbedienung in typischer BMW-Form.

Christof Prange (v.l.) vom Projektentwickler Goodman übergibt BMW-Werksleiter Hans-Peter Kemser symbolisch den Schlüssel zur neuen Logistikhalle. Mit dabei: Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Achim Lohse vom Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt. Quelle: Goodman

Zu den Baukosten wollten sich die Beteiligten nicht äußern. Experten schätzen das Investitionsvolumen auf eine mittleren zweistelligen Millionenbetrag, also 40 bis 60 Millionen Euro.

Rhenus arbeitet schon bisher für BMW

„Die Logistikleistung in dem neuen Versorgungszentrum wurde neu ausgeschrieben“, sagte ein BMW-Sprecher. „Hier hat sich die Firma Rhenus durchgesetzt.“ Der Logistiker ist schon bisher für BMW tätig: Vom alten Standort südlich von BMW werden bereits Teile ins nahe Werk geliefert.

Der neue Standort ist jetzt aber nicht nur deutlich näher dran, er ist auch doppelt so groß. Die Hälfte der Arbeit am neuen Standort entfällt denn auch auf Aufträge, die Rhenus schon bisher erledigt hat. Die andere Hälfte kommt für die nun vereinbarte Erweiterung hinzu. Wie viele der 200 Jobs am Strandort neu sind, blieb zunächst offen.

Von Frank Johannsen

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