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Lokales Bienenschwärme vermehrt in Sachsen unterwegs
Leipzig Lokales Bienenschwärme vermehrt in Sachsen unterwegs
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10:14 05.06.2019
Auf dem Oschatzer Neumarkt musste Imker Steffen Winde einen Bienenschwarm einfangen. Quelle: Hagen Rösner
Leipzig

Vor wenigen Tagen konnten die Menschen in Oschatz ein ganz besonderes Spektakel verfolgen – tausende von Bienen ließen sich vor einem Eiscafé am Marktplatz nieder. Ein Imker wurde gerufen, um die Bienen wieder einzufangen.

Auch in Grimma gab es Aufregung um die geflügelten Insekten. Auf der Pöppelmannbrücke hatte sich ein Bienenvolk eingenistet. Die Grimmaer Feuerwehr musste einem Imker dabei helfen, die Tiere wieder einzusammeln.

Dieses besondere Schauspiel der Natur ist typischerweise im Frühsommer zu beobachten. „Es ist Schwarmzeit für Bienen“, erklärt Melanie von Orlow, Biologin und zweite Vorsitzende des Nabu Berlins (Naturschutzbund). Sie ist selbst Imkerin und bewertet diese Entwicklung äußerst positiv. „Das ist ein schönes Schwarmjahr, während die Bedingungen in den vergangenen zwei Jahren aufgrund von Kälteeinbrüchen im Frühjahr nicht so gut waren“, sagt die Expertin.

Durch die Schwärme könne sich Bienenvölker vermehren

Im Prinzip könne man sich die Schwärme wie Bienenkinder vorstellen, denn so würden sich die Insekten vermehren. Nach dem Winter arbeiteten die Tiere eines Bienenvolkes eifrig daran, neue Königinnen zu produzieren. Etwa eine Woche bevor die Jungköniginnen schlüpfen, verlasse die alte Königin mit einem Drittel des Volkes den Bau.

Sollte das Volk nach dem Schlüpfen der neuen Königinnen noch zahlreich genug sein, kann es sei, das sich ein weiterer, kleinerer Schwarm auf den Weg macht. Das ist dann der sogenannte Nachschwarm, weiß von Orlow. „Ein Schwarm kann mehrere Kilo wiegen, denn die Tiere schlagen sich vorher ordentlich die Bäuche mit Honig voll, um ihr Überleben zu garantieren“, erklärt sie.

Ein Imker sollte möglichst schnell gerufen werden

Einige Tage können Schwärme auf der Reise sein, dann müssen sie sich ein neues Zuhause suchen. Am besten dafür geeignet seien Baumlöcher, in denen die Tiere ihre Waben aufbauen können. Unterwegs könne es eben dazu kommen, dass sie sich auf Gegenständen niederließen.

„Das ist aber völlig ungefährlich, die Tiere sind in der Regel ganz ruhig“, sagt Orlow. Sollte man das eigene Auto von einem Bienenschwarm bedeckt vorfinden, rät sie trotzdem dazu, schnellstmöglich einen örtlichen Imker zu informieren. Dafür könne man beispielsweise lokale Imkerverbände anrufen. „Da ist schnelles Handeln gefragt“, meint die Expertin. Denn etwa 80 Prozent der Schwärme überleben nicht bis zum nächsten Wintereinbruch. Ein Anruf beim Imker kann ihre Überlebenschancen verbessern.

Von Pia Siemer

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