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Biodiversitätsforscher der Uni Leipzig mit Leibniz-Preis ausgezeichnet

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19:15 10.12.2020
Der Wissenschaftler Nico Eisenhauer ist mit dem Leibniz-Preis 2021 ausgezeichnet worden.
Der Wissenschaftler Nico Eisenhauer ist mit dem Leibniz-Preis 2021 ausgezeichnet worden. Quelle: Christian Hüller
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Leipzig

Der Leipziger Wissenschaftler Nico Eisenhauer ist am Donnerstag mit dem Leibniz-Preis ausgezeichnet worden. Das teilte die Universität Leipzig unter Berufung auf die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit. Eisenhauer ist der jüngste Preisträger des aktuellen Jahrgangs.

Spitze der Biodiversitätsforschung

Der Naturwissenschaftler untersucht seit mehreren Jahren, wie sich die Artenvielfalt verändert, wie verschiedene Tierarten auf ihre Umwelt wirken und wie sich der globale Klimawandel auf die Populationen auswirkt. Heute ist er Sprecher des sogenannten Jena-Experiments, eines der wichtigsten Experimente zum Thema Biodiversität. Außerdem ist er Professor für Experimentelle Interaktionsökologie an der Universität Leipzig und Arbeitsgruppenleiter am Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig.

„Ich bin sehr glücklich für mein tolles Team, das ich nun weiter beschäftigen und unterstützen kann“, erklärte Eisenhauer nach der Bekanntgabe. Auch der Leiter des iDiv, Christian Wirth, zeigt sich begeistert von seinem Teammitglied: „Ich kenne Nico Eisenhauer seit seiner Promotionszeit im ‚Jena Experiment‘ – er war damals ein akademisches Wunderkind. Heute ist er ein Weltstar, der eines der dicksten Bretter der funktionellen Biodiversitätsforschung bohrt. Er möchte wissen, wie die unsichtbare, aber verwirrend große Biodiversität des Bodens unsere Ökosysteme am Laufen hält – ein Menschheitsthema.“

Insgesamt zehn Preisträger

Gemeinsam mit Eisenhauer wurden noch neun weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Leibniz-Preis verliehen. Die Auszeichnung geht an jeweils zwei Forschende aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, den Naturwissenschaften und aus den Ingenieurwissenschaften sowie vier aus den Lebenswissenschaften. Wegen der Corona-Pandemie wird der wichtigste deutsche Forschungsförderpreis am 15. März 2021 in einem virtuellen Rahmen verliehen. Das Preisgeld können die Forscher bis zu sieben Jahre lang ohne bürokratischen Aufwand für ihre Arbeit nutzen.

Der Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis wird seit 1986 jährlich von der DFG verliehen. Die Auszeichnung für 2021 eingerechnet, wurden seitdem 388 Leibniz-Preise vergeben. Neun Preisträger erhielten nach der Auszeichnung später auch den Nobelpreis, darunter auch die beiden diesjährigen Nobelpreisträger Emmanuelle Charpentier (Chemie) aus Berlin und Reinhard Genzel (Physik).

Von tsa

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