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Lokales Black Friday in Sachsen: Händler locken mit Sonderangeboten
Leipzig Lokales Black Friday in Sachsen: Händler locken mit Sonderangeboten
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07:06 25.11.2019
Das Internetportal idealo kam in einer Studie zu dem Schluss: Die durchschnittliche Ersparnis am Black Friday liegt bei nur 6 Prozent. Quelle: Idealo Internet GmbH
Leipzig

Die Schnäppchenjäger laufen sich wieder warm: Immer mehr Händler und Hersteller in Sachsen offerieren Sonderangebote am Black Friday (Schwarzer Freitag), der in diesem Jahr auf den 29. November fällt. Umgekehrt kennen mittlerweile 97 Prozent der Deutschen das aus den USA importierte Shopping-Event – in etwa gleich viele Frauen (98,6 Prozent) wie Männer (95,3 Prozent). Das ist ein Ergebnis einer repräsentativen Studie des Verbraucherforums mydealz. Woher der Name Black Friday rührt, ist allerdings unbekannt.

Das Rekord-Wochenende im Handel

In Leipzig beispielsweise machen alle großen Einkaufszentren wie die Promenaden am Hauptbahnhof, die Höfe am Brühl, das Allee-Center, das Paunsdorf Center und das vor den Toren der Stadt gelegene Nova Eventis in Günthersdorf mit. Auch Supermarktketten, Kaufhäuser, Sportartikelhändler, Möbelhäuser, Parfümerien und sogar Tiernahrungshändler sind dabei. Gunter Engelmann-Merkel, Sprecher des Handelsverbandes Sachsen, bestätigt den Trend: „Am Black Friday nehmen eindeutig immer mehr Händler teil.“

Dass der Termin mit der Auszahlung des Weihnachtsgeldes zusammenfalle, sei „wohl nicht zufällig gewählt“, räumt der Sprecher ein. Und: „Es gibt ja auch keinen Grund, das nicht zu tun.“ Der stationäre Handel stehe schließlich auch im Wettbewerb mit dem Online-Handel. Tatsächlich haben Amazon und Co. bereits eine Woche zuvor zum Black Friday geblasen.

Verbraucherzentrale rät gründliches Vergleichen

Michael Hummel, Referatsleiter Recht bei der Verbraucherzentrale Sachsen, ist dagegen skeptisch. Zwar werde oft mit sehr hohen Rabatten geworben. „Wir bekommen aber immer wieder Beschwerden, dass diese Angebote dann nur sehr kurz oder gar nicht mehr verfügbar sind.“ Hummel: „Da habe ich das Gefühl, dass das dann so eine Art Lockvogelaktion ist.“ In der Hoffnung, dass ein Teil der Kunden, die leer ausgingen, dann zu einem anderen Produkt greifen.

...wenn es sie am 29. November in die Stadt zieht. Immerhin jede zweite Frau plant, am Black Friday auch etwas zu kaufen. Weit oben auf der Liste stehen dabei Modeartikel, Kosmetik und Haushaltselektronik.

Auch bei den eigentlichen Schnäppchen sollte man sorgsam vergleichen und sich nicht unter Druck setzen lassen. „Nicht alles, was mit hohen Rabatten beworben wird, muss unbedingt günstiger sein als das, was man in anderen Geschäften ohne Rabattaktion kaufen kann.“ Generell abraten und auf die Zeit nach Weihnachten warten, will Hummel aber nicht. „Man kann nicht sagen, dass es da noch mal große preisliche Schwankungen gibt.“

Milliardengeschäft vor Weihnachten

Insgesamt 2,4 Milliarden Euro setzten die Händler deutschlandweit 2018 rund um den Black Friday um – so viel wie an keinem anderen Wochenende des Jahres. Auch in diesem Jahr rechnen sie mit einem deutlichen Umsatzplus. Verbraucher sind nämlich laut Umfragen bereit, mehr Geld für ihre Einkäufe in die Hand zu nehmen. Während 2017 erst jeder Fünfte (21 Prozent) mehr als 100 Euro ausgeben wollte, rechnet dieses Jahr bereits jeder Vierte (26 Prozent) mit Ausgaben in dieser Höhe.

...wenn sie am Black Friday shoppen gehen: Neben Modeartikeln stehen auch Haushaltsgeräte und Videospiele hoch im Kurs. Im Schnitt kaufen Männer dabei eher teure Artikel.

Vor allem Frauen nutzen den Tag zum Shoppen. Fast jede zweite Frau (48 Prozent), aber nur 40 Prozent der Männer planen, dieses Jahr etwas zu kaufen. Der typische Black-Friday-Käufer ist aber nicht nur weiblich, sondern vor allem jung: 99 Prozent der Verbraucher im Alter von 16 bis 24 Jahren kennen den Black Friday und 59 Prozent möchten an diesem Tag einkaufen. Noch besser kommt das Shopping-Event nur bei den 25- bis 34-Jährigen an: Jeder von ihnen kennt den Black Friday und 61 Prozent möchten dieses Jahr einkaufen.

Ältere geben gern mehr aus

Ältere Verbraucher kennen das Event meist erst seit jüngerer Vergangenheit, wenn sie aber das Portemonnaie öffnen, geben sie deutlich mehr Geld aus. Die 55- bis 64-Jährigen rechnen im Schnitt mit Ausgaben von 273 Euro, während die 25- bis 34-Jährigen lediglich 200 Euro ausgeben möchten.

Gesunken ist dagegen die Nachfrage nach TV und HiFi-Produkten (-4 Prozent) sowie Smartphones und Tablets. Diese Produkte haben dieses Jahr nur 16 Prozent (-4 Prozent) beziehungsweise 15 Prozent (-2 Prozent) der Konsumenten auf ihrem Einkaufszettel für den Black Friday stehen.

Von Roland Herold

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