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Lokales Blindenbücherei gibt sich zum 125. Geburtstag einen neuen Namen
Leipzig Lokales Blindenbücherei gibt sich zum 125. Geburtstag einen neuen Namen
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14:01 13.11.2019
Neues Schild, neuer Name: Klaus Hahn (Vierter von rechts), Thomas Kahlisch (rechts daneben), Eva-Maria Stange (ganz rechts) und weitere Gäste der 125-Jahr-Feier in der Gustav-Adolf-Straße. Quelle: André Kempner
Leipzig

Es sei mehr als ein neuer Name, findet Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD). „Es ist ein neuer Weg.“ Die Deutsche Zentralbücherei für Blinde nennt sich seit Dienstag „Deutsches Zentrum für barrierefreies Lesen“. Die Neutaufe erfolgte auf der Feier zum 125-jährigen Bestehen. Die Abkürzung DZB bleibt. Zumindest fast: Künftig firmiert der sächsische Staatsbetrieb unter „dzb lesen“.

Großdruck und barrierefreie E-Books

Nicht nur das Kürzel ist länger, auch das Aufgabenfeld wird größer. Außer an blinde und sehbehinderte Menschen richtet sich das Angebot künftig etwa an Ältere, denen das Lesen zunehmend schwerfällt, an Personen mit einer Legasthenie und an Menschen, die aufgrund einer Körperbehinderung auf Hilfe angewiesen sind, um Literatur zu erleben. Eine seit Januar geltende Änderung im deutschen Urheberrecht macht die Erweiterung des Spektrums möglich. „Wir wollen Lebensfreude vermitteln“, erklärte Direktor Thomas Kahlisch. Zum Beispiel mit Großdruck und barrierefreien E-Books.

„Die Augen geöffnet“

4,1 Millionen Euro schießt der Freistaat 2019 zu. „dzb lesen“ macht mit dem Geld weit mehr, als bundesweit Texte in Braille-Schrift, Braille-Noten und Hörbücher zu verleihen: Nach den Bedürfnissen der Benutzer stellen die Mitarbeiter einen Teil der Medien selbst her. Zudem nimmt das Zentrum im Bikosax-Projekt Internetseiten die Hürden – nicht zuletzt für sächsische Behörden.

„Eckpfosten, hinter den niemand mehr zurückkommt“

„Sie haben uns in Sachen Barrierefreiheit die Augen geöffnet“, lobte Stange. „dzb lesen ist eine kleine Perle.“ Was für Klaus Hahn, den Präsidenten des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, „zu verspielt“ klingt, wie er sagte. „Ich sehe Sie vielmehr als massiven Eckpfosten neuer Entwicklungen, hinter den niemand mehr zurückkommt.“

Von Mathias Wöbking

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