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Lokales Böller-Verbot in Leipzig? Das sagt die Stadt
Leipzig Lokales Böller-Verbot in Leipzig? Das sagt die Stadt
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14:58 25.10.2019
Silvester in der Messestadt Leipzig 2018: Auf dem Augustusplatz haben traditionell viele Menschen Feuerwerk gezündet. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Dicke Luft über Leipzig: Gut zwei Monate vor dem Jahreswechsel ist die Diskussion um das Silvesterfeuerwerk neu entzündet. Ein Verbot für Raketen und Böller wird es in Leipzig aber vorerst nicht geben, so die Stadt. Dabei hatte das die Deutsche Umwelthilfe (DUH) angestoßen und einen formalen Antrag unter anderem für Leipzig und vier weitere sächsische Kommuneneingereicht.

„Anders als in anderen Bundesländern sieht das sächsische Landesimmissionsschutzrecht keinen konkreten Ermächtigungstatbestand zur Beschränkung oder Verbot von Silvesterfeuerwerk vor“, äußert sich Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) in einem Statement. Stattdessen setzt die Stadt auf Freiwilligkeit. Derzeit würden „Maßnahmen zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit“ geprüft, heißt es weiter. Wie genau solche Maßnahmen aussehen können, lässt Rosenthal offen.

Besonders hohe Belastung in Leipzig

Grund für den Antrag der Umwelthilfe ist die hohe Feinstaubbelastung – die war am vergangenen Silvester mit einem Wert von 781 Mikrogramm pro Kubikmeter in der Messestadt besonders hoch. Nur in Berlin-Friedrichshain und in Reutlingen waren damals laut Umweltbundesamt höhere Werte gemessen worden. Auch sonst sind die Werte hoch: Das Jahresmittel liegt in Leipzig bei 28 Mikrogramm, so die DUH. Schon 20 Mikrogramm gelten als gesundheitsschädlich.

Trotzdem kommen auch örtliche Verbote, beispielsweise vor Krankenhäusern oder Altenheimen, für die Stadt nicht in Frage. Hinsichtlich der Luftqualität in der gesamten Stadt seien sie wirkungslos, weil die Menschen dann vermutlich an anderen Orten Feuerwerk zünden würden.

Meinungen gespalten

Deutschlandweit hatte die Umwelthilfe in 98 Städten ein Böller-Verbot gefordert. Dagegen wehrt sich der Verband der pyrotechnischen Industrie. Unter anderem fehle der Rückhalt in der Bevölkerung für ein solches Verbot, hieß es.

In einer nicht repräsentativen Umfrage auf LVZ.de waren die Meinungen gespalten. Während sich bis Freitagnachmittag gut 40 Prozent gegen ein Verbot aussprachen, waren 37 Prozent dafür. Und immerhin mehr als ein Fünftel fand zumindest eine Reglementierung in der Innenstadt sinnvoll. Insgesamt waren gut 4450 Stimmen abgegeben worden.

Von Josephine Heinze

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