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Lokales Brandgeruch über Leipzig – was ist da los?
Leipzig Lokales Brandgeruch über Leipzig – was ist da los?
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09:27 01.07.2019
Ein 280 Kilometer entfernter Waldbrand führte zu dem mysteriösen Geruch in Leipzig. Quelle: Jens Büttner/dpa
Leipzig

Woher kommt dieser Brandgeruch? Das fragten sich am Montagmorgen viele Leipziger und wendeten sich an LVZ.de. Über der Stadt hing eine Dunstwolke, die ein Feuer in der Umgebung vermuten ließ. Auch bei der Feuerwehr gingen deshalb mehrere Anrufe ein, wie ein Sprecher auf Anfrage von LVZ.de sagte. Doch die Brandexperten konnten sich das Phänomen zunächst auch nicht erklären – denn im Raum Leipzig gab es seit der Nacht keine größeren Feuerwehreinsätze.

Wind bläst Rauchwolke bis nach Sachsen

Es stellte sich heraus, dass die Ursache in rund 280 Kilometer Entfernung liegt. „Der Geruch kommt aus Mecklenburg-Vorpommern“, erläuterte ein Feuerwehrsprecher am Morgen gegenüber LVZ.de. In Lübtheen (Kreis Ludwigslust-Parchim) wüten seit Sonntag mehrere große Waldbrände. Rund 350 Feuerwehrleute kämpften am Abend gegen die Flammen. Hunderte Menschen mussten deshalb ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Betroffen sind etwa 300 Hektar Wald. Als Ursache wird zumindest bei einem Feuer Brandstiftung vermutet.

Bei Lübtheen (Mecklenburg-Vorpommern) wüten mehrere große Waldbrände. Mehrere hundert Feuerwehrleute kämpfen gegen die Flammen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Leipzig erklärte das Phänomen: „Der Wind weht schwach aus nördlicher Richtung, deswegen können die Luftmassen gleichmäßig in unsere Region ziehen. Die Durchmischung ist gering“, sagte Meteorologe Henry Geyer am Morgen gegenüber LVZ.de. Der Wind bewege sich mit etwa drei bis vier Metern pro Sekunde, also etwa 14 Kilometern pro Stunde. Damit wäre die Luft von Lübtheen nach Leipzig etwa 20 Stunden unterwegs gewesen.

Mehrere Bundesländer betroffen

Zunächst hatte die Bild-Zeitung über das ungewöhnliche Phänomen berichtet. Auch in Dresden soll demnach der Geruch über der Stadt hängen. Bei der Feuerwehr gingen ebenfalls mehrere Anrufe ein. Auch in Berlin und Sachsen-Anhalt breitete sich der Rauch am Montagmorgen aus. In mehreren brandenburgischen Landkreisen wurden Bürger dazu aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Im Laufe des Vormittags wird sich das Thema laut DWD wohl von selbst erledigen. Durch eine Kaltfront, die auch Gewitter mit sich bringt, wird die Luft so verwirbelt, dass vom Brandgeruch nichts mehr übrig bleiben dürfte.

Von Robert Nößler

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