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Lokales Buddehaus: Verein zur Förderung von Kunst und Kultur will Betreiber werden
Leipzig Lokales Buddehaus: Verein zur Förderung von Kunst und Kultur will Betreiber werden
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00:18 24.01.2016
Künstlerin Uta Schlenzig plädiert für ein „gemeinsames Bild“ von Gartenhaus (links) und ehemaliger Fabrikantenvilla. Quelle: André Kempner
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Leipzig-Gohlis

Wie geht es weiter mit dem Heinrich-Budde-Haus, das seit anderhalb Jahren vom Kulturamt der Stadt verwaltet wird. Diese Frage bewegt viele Leipziger. Deshalb hatten der Bürgerverein Gohlis und der Gohliser Verein zur Förderung von Kunst und Kultur (KuK) zu einem Podiumsgespräch in die Lindenthaler Straße 34 geladen. Dort waren am Dienstagabend alle Plätze im Nu besetzt.

Für die ehemalige Fabrikantenvilla in der Lützowstraße 19 wird ein Betreiber gesucht. Die Stadtverwaltung bereitet für das erste Quartal ein Interessenbekundungsverfahren vor, um einen freien Träger für das Gebäude zu finden. Das war in der Einladung zu lesen.

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Vor den Bürgern stellte sich gleich ein Anwärter vor: Der noch junge Gohliser Verein zur Förderung von Kunst und Kultur mit Sitz im Heinrich-Budde-Haus. Als dessen beherzte Fürsprecherin trat Uta Schlenzig auf. „Wir bieten ein breites Spektrum an Erfahrungen mit dem Ziel, das kulturelle Leben im Stadtteil zu stärken.“ Gohlis brauche ein kulturelles Stadtteilzentrum, das Buddehaus sei prädestiniert dafür. Es solle ein offenes Haus mit Wirkung nach außen sein. „Wir möchten Betreiber für das Haus sein. Wir kennen die Besonderheiten, wir haben alle Höhen und Tiefen miterlebt.“

Die Bedeutung des Buddehauses als Baudenkmal und Geschichtsdenkmal hob Historiker Manfred Hötzel hervor. „Das Buddehaus ist ein Schatz, der ist im Besitz der Stadt, und muss im Besitz der Stadt bleiben“, sagte er mit Nachdruck unter Beifall. Denn die Sorge, dass die Villa verkauft werden könnte, kam ebenfalls zur Sprache. „Der Erhalt des Hauses als Kulturort ist uns als Bürgerverein Gohlis ganz wichtig“, betonte der Vorsitzende Peter Niemann. „Wir gehen nicht von einem Verkauf aus.“ Auch von Rita Werner als Vertreterin des Kulturamts war schließlich zu hören, dass „wir das Buddehaus als Kulturort erhalten wollen, einen Verkauf haben wir nicht vor.“

Manche staunten, dass überhaupt noch Vereinsarbeit dort stattfindet. Von außen sähe alles so zu aus. Und dieser wunderschöne Kulturgarten, wer hat denn über all dies das Sagen? „Genau daran krankt es“, so Schlenzig. „Das Gebäude mit Gartenhaus braucht ein gemeinsames Bild.“ Das sei das grundlegende Problem. Sie hoffe, dass der Übergangszustand bald beendet sei. Aber bis Juni werde es wohl dauern, bis ein Träger gefunden ist. „Für mich als Bewerber ist wichtig zu erfahren, was wollen die Bürger.“

Als Unterstützer bot sich sogleich die Schachgemeinschaft Leipzig (SGL) an. „Wir könnten zur Belebung des Hauses beitragen“, sagte Vorstand Uwe Attig und brachte gleich ein Schachcafé mit kleiner Gastronomie ins Spiel. Die Schachspieler treffen sich freitags ab 17 Uhr im Haus. Wer will, könne jederzeit gern dazustoßen. „Wir schicken keinen weg.“

Der Gohliserin Heidrun Jakuszeit, Mitglied im Bürgerverein, geht das alles nicht schnell genug. Sie habe ganz konkrete Schritte erwartet. Vereinschef Niemann versprach: „Der Bürgerverein bleibt dran an dem Thema.“

Von Marianne H.-Stars