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Bürgerkomitee Leipzig weist Mitgliedsanträge von DDR-Bürgerrechtlern ab

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12:01 04.01.2021
Gesine Oltmanns, Målin (Malin) und ihr Mann Christian, die frühere Europaabgeordnete Gisela Kallenbach (Grüne) und Bundestagsabgeordnete Monika Lazar (Grüne)stehen im April 2020 vor dem Eingang des Museums Runde Ecke – symbolisch mit einem kritischen Offenen Brief in der Hand, um Veränderungen vom Bürgerkomitee zu fordern. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Mehrere frühere DDR-Bürgerrechtler und Lokalpolitiker haben sich empört gezeigt über die Ablehnung ihrer Mitgliedsanträge durch den Verein Bürgerkomitee Leipzig. Mit der Zurückweisung der zehn Anträge nach 16 Monaten Bearbeitungszeit und ohne Begründung gehe eine „höchst unwürdige Verzögerungstaktik“ zu Ende, erklärten die Betroffenen am Montag in Leipzig.

Die Anträge seien durch die Absicht motiviert gewesen, „den Verein in seiner wichtigen zeithistorischen Arbeit bei der dringend notwendigen Weiterentwicklung des Museums in der 'Runden Ecke' zu einem modernen Lern- und Bildungsort aktiv zu unterstützen“, erklärten die Bürgerrechtler und Politiker. Der Vereinsvorstand schotte sich jedoch ab und erweise sich damit einer Institution der friedlichen Revolution für Aufarbeitung, Demokratie sowie für zeithistorische Bildung und Forschung als unwürdig.

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Betroffene werfen dem Bürgerkomitee Leipzig Intransparenz vor

Betroffen sind demnach unter anderen die Grünen-Bundestagsabgeordnete Monika Lazar, die frühere Europaabgeordnete Gisela Kallenbach (Grüne) sowie mehrere Leipziger Protagonisten der friedlichen Revolution in der DDR wie Gesine Oltmanns. Lazar, die nach eigenen Angaben in der Grünen-Bundestagsfraktion für das Thema DDR-Aufarbeitung zuständig ist, erklärte, das intransparente Agieren des Vereins sollte allen öffentlichen Geldgebern Anlass sein zu prüfen, „ob man bei den kommenden Vorhaben in Leipzig hier einen passenden Partner hat“.

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Der Bürgerkomitee Leipzig e.V. ist Träger der Gedenkstätte Museum in der „Runden Ecke“ in der ehemaligen Leipziger Stasi-Zentrale. Stadt, Bund und Freistaat Sachsen fördern den Verein.

Das Bürgerkomitee Leipzig geriet zuletzt immer wieder in die Kritik. Weil die Stadt wegen nicht erfüllter Bedingungen Fördermittel einbehalten hatte, reichte das Komitee beim Verwaltungsgericht Klage ein.

Von RND/ms/epd