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Lokales Bürgerrechtler geht auf Bürgerrechtler los
Leipzig Lokales Bürgerrechtler geht auf Bürgerrechtler los
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11:15 17.09.2019
Rainer Eckert Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Der Auftritt von Linken-Ikone Gregor Gysi (71) zum 30. Revolutionsgeburtstag am 9. Oktober in der Leipziger Peterskirche schlägt weiter hohe Wellen. Die Philharmonie Leipzig, Ausrichter des Gedenkkonzerts mit Beethovens 9. Sinfonie, hatte zwar der LVZ in der letzten Woche mitgeteilt, dass mit dem prominenten Bürgerrechtler Frank Richter (58) ein politisches Pendant zu Gysi gefunden worden sei, das stößt jetzt aber auf massive Kritik. Und die macht sich vor allem an der Person von Richter fest. Der Markkleeberger (Mitgründer der Gruppe der 20 in Dresden) hat gerade als parteiloser Kandidat über die SPD-Liste den Sprung in den sächsischen Landtag geschafft und war bis 2016 Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Auf dieser Position sorgte Richter immer wieder bundesweit für Aufsehen, weil er dafür plädiert hatte, auch mit der AfD und Pegida-Vertretern den Dialog zu suchen.

Frank Richter Quelle: dpa

Als Co-Redner von Gysi wird er nun aus den eigenen Reihen scharf angegriffen. So verwahrt sich Bürgerrechtler Rainer Eckert (69), Gründungsdirektor des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, in einem der LVZ vorliegenden Brief strikt gegen Richters Auftritt im Namen der DDR-Opposition. „Es ist weiterhin grundlegend abzulehnen, einen Gegner ,unserer Revolution’ am 9. Oktober in Leipzig flankierend zu begleiten“, schreibt Eckert. Richter sei sich nicht zu schade, gemeinsam mit Gysi in der Kirche zu reden, empört sich der Historiker. „Schlimmer ist in meinen Augen jedoch, dass sich Richter unsolidarisch gegenüber Verfassern und Unterzeichnern des ,Offenen Briefes’ gegen den Auftritt Gysis verhält.“ Dem Anliegen der Erinnerung an die Friedliche Revolution habe er damit geschadet. „Zumindest ich werde das nicht vergessen.“

Von André Böhmer

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