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Lokales Burgplatzloch ist Geschichte: Vier-Sterne-Hotel öffnet im Mai
Leipzig Lokales Burgplatzloch ist Geschichte: Vier-Sterne-Hotel öffnet im Mai
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21:23 09.04.2019
Das NH-Hotel am Burgplatz verliert nun seine Baugerüste und zeigt eine auf Tradition bedachte Fassade.
Das NH-Hotel am Burgplatz verliert nun seine Baugerüste und zeigt eine auf Tradition bedachte Fassade. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Die neue Vier-Sterne-Herberge am Leipziger Burgplatz soll ab Mitte Mai 2019 Gäste empfangen, dann über 197 Zimmern und Suiten verfügen. Ein Standardzimmer für zwei Personen kostet in der Anfangszeit mit Frühbucherrabatt etwa 96 Euro pro Nacht (ohne Frühstück). Damit hat eine Baugrube, die 22 Jahre lang den Leipziger Burgplatz dominierte, doch noch zu einem vernünftigen Ergebnis geführt.

4000 Quadratmeter für Läden und Gastronomie

Mit der Hotel-Eröffnung durch den spanischen Branchenriesen NH wird zugleich die Rotunde im angrenzenden Petersbogen fertiggestellt. Das Hotel verfügt über eine eigene Tiefgarage mit 45 Stellplätzen, Wellness- und Fitnessbereich sowie eine Lounge im Dach, spezielle Familienzimmer und über 4000 Quadratmeter für Gastronomie und Einzelhandel in Teilen des Erdgeschosses sowie dem Untergeschoss. Die Lobby, das Frühstücksrestaurant, eine Bar und Konferenzräume (200 Quadratmeter) waren für das Erdgeschoss angekündigt – ebenso ein Freisitz.

Annähernd ein halbes Jahr Bauverzug

Zum ersten Spatenstich vor gut zwei Jahren hieß es, das neue Hotel „NH Leipzig Zentrum“ solle Ende 2018 den Betrieb aufnehmen. Demnach gab es bei den Arbeiten einige Monate Verzug. Das Ergebnis dürfte die Leipziger jedoch allemal entschädigen. Planung und Bauausführung lagen in den Händen des für hohe Qualität bekannten Leipziger Architekten Gerd Heise vom Büro HPP. Den Wettbewerb zur Fassadengestaltung hatte das gleichfalls sehr renommierte Berliner Büro KK Architekten von Christoph Kohl gewonnen.

Investor gehört auch Ex-Karstadt-Immobilie

Die Kosten des Petersbogen-Eigentümers Even Capital für den Neubau lagen bei nahezu 40 Millionen Euro. Dieser Gesellschaft aus Luxemburg gehört auch das ehemalige Karstadt-Warenhaus, welches sich genau gegenüber vom Petersbogen befindet und 33 000 Quadratmeter Nutzflächen aufweist. Anfang Februar hatte Karstadt geschlossen, Ende März die Schlüssel für die Immobilie an Even Capital übergeben. Mit einer Wiedereröffnung dieses Kaufhauses wird frühestens in zwei Jahren gerechnet.

Von Jens Rometsch