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Lokales Busbahnhof Leipzig: Baustart im März, Probebetrieb ab Jahresende
Leipzig Lokales Busbahnhof Leipzig: Baustart im März, Probebetrieb ab Jahresende
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00:18 28.01.2017
So soll das Ensemble aus Busbahnhof und Busparkplatz einmal aussehen.  Quelle: Entwurf: Gerber Architekten, Repro: Patrick Moye
Leipzig

 Wer in Leipzig einen Fern- oder Reisebus nutzen will, muss bislang meist am Straßenrand auf die Abfahrt warten – ohne Schutz vor Kälte oder Regen. Doch das soll sich in diesem Jahr ändern.

Im März beginnen die Bauarbeiten für einen neuen Busbahnhof an der Brandenburger Straße, teilte Ingo Seidemann vom Projektentwickler S&G Development auf LVZ-Anfrage mit. „Schon Ende dieses Jahres soll der Probebetrieb in dem neuen Terminal gleich neben dem Hauptbahnhof starten“, sagte er. Künftig würden dort – im Erdgeschoss eines Parkhauses mit 550 Stellplätzen – die Busse zum Ein- und Aussteigen vorfahren. Für die Passagiere seien in dem selben Gebäude ein beheizbarer Warteraum, Ticketverkauf und Fahrgastinformation in Echtzeit (die Busfahrer können Verspätungen über eine App melden), Angebote zum Reisebedarf wie Snacks, Getränke und Zeitungen, Gepäckaufbewahrung, Fundbüro-Dienst, Fahrrad- sowie Autoverleih und gebührenpflichtige Toiletten geplant.

„Das ganze Vorhaben gilt schon jetzt als vorbildhaft für Fernbusbahnhöfe in Deutschland“, schwärmte Seidemann. Zum Beispiel richte der Marktführer FlixBus seine Routenplanung deshalb bereits viel stärker auf Leipzig aus. Künftig könnten sich Bus-Passagiere auch von Freunden oder Verwandten per Auto ins Parkhaus chauffieren lassen. Und dann samt Reisetaschen in einen Fahrstuhl steigen, der hinunter ins Erdgeschoss zu den elf Bus-Bahnsteigen führt. Die privaten Betreiber des Terminals – die Firmen OPG Center-Parking aus Osnabrück sowie 4Service aus Hamburg – würden dafür extra ein Kurzzeit-Ticket im Parkhaus anbieten, eventuell sogar kostenfrei.

Nach wenigen Minuten Halt müssen die Busse das Passagier-Terminal aber wieder verlassen. Für längere Stopps können sie einen großen Busparkplatz ansteuern, den die Stadt nahe der Brandenburger Brücke errichten und gebührenpflichtig bewirtschaften will. 30 Bus-Stellflächen seien dort vorgesehen, erklärte Matthias Kaufmann, der neue Leiter des Liegenschaftsamtes, in der jüngsten Sitzung des Grundstücksverkehrsausschusses. Dieses Gremium machte zugleich den Weg für das Gesamtprojekt frei, indem es einem Flächentausch zwischen dem Busbahnhof-Investor (die Firma HBL aus Stuttgart) und der Kommune zustimmte. Demnach erhält der Investor von der Stadt einen Ministreifen, den er zum Bau zweier Hotels am Hauptbahnhof benötigt. Start dieser Arbeiten für ein Ramada (vier Sterne, 193 Zimmer) und H2-Hotel (zwei Sterne, 336 Zimmer) soll etwa im Juni sein. Im Gegenzug erhält die Stadt vom Investor eine weit größere Fläche. Dort will sie laut Kaufmann „in den nächsten zwei bis drei Jahren“ ihren Busparkplatz und eine ordentliche Zubringerstraße schaffen. Für die Übergangszeit ab März 2017 wird in dem Bereich eine große Fläche als Busparkplatz planiert.

Neben dem Parkplatz baut der Investor noch eine Servicestation, an der die Fahrer ausruhen, die Busse reinigen und Bordtoiletten leeren können. Die Stadt hoffe, damit das wilde Parken und Entleeren von Bordtoiletten – etwa auf dem Parkplatz gegenüber dem Wildpark – eindämmen zu können, so Kaufmann.

Von Jens Rometsch

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