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Lokales CG-Chef kritisiert nach Brandanschlag erneut Leipziger Politik
Leipzig Lokales CG-Chef kritisiert nach Brandanschlag erneut Leipziger Politik
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12:39 11.10.2019
Christoph Gröner (Vorstandsvorsitzender CG) äußerte sich am Freitag zum mutmaßlichen Brandanschlag auf Krane der Großbaustelle „Altes Technisches Rathaus“. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Der Vorsitzende der Leipziger CG-Gruppe hat am Freitag erneut scharfe Kritik an der Politik geübt. Mit Blick auf die Brandanschläge in der Prager Straße würden Politiker „mit Häme und Spott“ reagieren, so Christoph Görner. „In unserem Land ist die Haltung entstanden, dass die Sicherheit von Unternehmen eine private Angelegenheit ist.“

Dringend notwendig sei mehr Realismus, denn ein „Auseinanderbrechen der Gesellschaft ist schon da“. „Wir brauchen eine Befriedung, keine weitere Polarisierung“, sagte Gröner.

Klimadebatte mitverantwortlich

Für die Entwicklung machte der Firmenchef auch die Klimadebatte verantwortlich. Die „Zwangsmaßnahmen“, um Bürger zu umweltgerechterem Handeln „zu zwingen“, würden für ihn „faschistoide Züge“ tragen.

Unternehmen wie das seine seien der falsche Ansprechpartner für die Unzufriedenen im Land. Notwendig seien Menschen, „die uns wieder nach vorne bringen“, richtete sich Gröner an die Politiker, „keine Umverteilungsfantasien, bei denen wir am Ende alle verlieren.“

Ermittler gehen von Brandanschlag aus

In der Nacht zum 3. Oktober 2019 waren bei einem mutmaßlichen Anschlag drei Autokräne auf einer Baustelle der CG-Gruppe schwer beschädigt worden. Zwei Fahrzeuge brannten vollständig aus. Zudem entdeckten die Ermittler an einem Bagger ebenfalls Brandspuren. Gröner bezifferte den Schaden auf 15 bis 20 Millionen Euro. Er werde von der Versicherung ersetzt.

Mitten in der Nacht zu Donnerstag weckten laute Explosionen die Anwohner an der Prager und der Platostraße. Zwei Baukräne waren auf der Baustelle des ehemaligen Technischen Rathauses in Brand geraten.

Die Ermittlungen übernahm das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ) beim Landeskriminalamt (LKA) Sachsen. Ein politisch motivierter Hintergrund der Tat könne nicht ausgeschlossen werden, hatte der Leiter der Abteilung Staatsschutz im LKA Sachsen erklärt.

Von AT

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