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Lokales Circus Afrika kommt zum dritten Mal nach Leipzig - Kritik von Peta
Leipzig Lokales Circus Afrika kommt zum dritten Mal nach Leipzig - Kritik von Peta
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08:02 07.03.2019
Tonga schwingt den Hammer mit dem Rüssel: Hardy Weisheit beim Aufbau des Circus Afrika mit seinen Elefantendamen Tonga, Gandhi und Moja. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Drei graue Damen halfen am Mittwoch am Cottaweg beim Aufbau des Zirkuszelts vom Circus Afrika: Moja, Gandhi und Tonga – das sind die Elefantendamen und Wappentiere des Zirkusses, der nach der Winterpause seine Zelte in Leipzig aufschlägt. Vom 9. bis zum 24. März können die Leipziger eine aufwendige Show mit Tieren, Clowns und Akrobaten an neun Vorstellungen in der Woche bestaunen. „Wir sind nun zum dritten Mal in Leipzig und wollen es den Leipzigern so richtig zeigen“, sagt Zirkusdirektor Hardy Weisheit, der seit dieser Woche eine ganz besondere Zirkusprinzessin in der Familie hat: Er ist zum ersten Mal Opa geworden.

Kaschmir-Ziegen und ein Zebrid

Neben dem Elefantengehege steht das Stallzelt, das unter anderem Arabische Hengste, schwarze Friesen, Kaschmir-Ziegen, einen weißen Esel und ein Zebrid beherbergt. Letzteres ist die äußerst seltene Kreuzung von Pony und Zebra und trägt den klangvollen Namen Jumanji. Seit Kurzem besitzt der Circus Afrika auch Alpakas, die sich sozusagen noch in der Ausbildung befinden, denn die Dressur-Phase läuft noch.

Peta wirft dem Zirkus Gewalttätigkeit vor

Trotz Traditionsunternehmen Zirkus, das Weisheit in der achten Generation führt, fallen auch einige Schatten auf das Programm: Die Tierschutzorganisation Peta beschuldigt Weisheit seit einigen Jahren, seine Elefanten nicht artgerecht zu behandeln und sie sogar mit Gewalt zu ihren Kunststücken zu zwingen. Der 51-jährige Zirkusdirektor weist diese Anschuldigungen weit von sich. „Ich bin mit diesen Tieren aufgewachsen. Gandhi ist im selben Jahr geboren wie ich, wir sind wie Geschwister. Wieso sollte ich meine Tiere quälen?“. Außerdem komme in jeder Stadt wöchentlich das Veterinäramt, um sich von der richtigen Tierhaltung zu überzeugen. Bei Fehlverhalten werde die Genehmigung zur Zurschaustellung von Tieren entzogen, so Weisheit.

In der Winterpause nahm die Zirkusfamilie einige Änderungen am Zelt vor: Eine neue Tribüne lockt mit gepolsterten Einzelsitzen und die Beheizung sorgt bei kälteren Temperaturen für angenehmes Klima. Jedoch brachte der Rosenmontagssturm  ein paar Probleme: Das Tierzelt nahm Schaden, Risse in der Plane müssen nun ausgebessert werden.

Von Katharina Stork

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