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Lokales Inzidenz-Anstieg in Sachsen – Situation in Kliniken verschärft sich
Leipzig Lokales

Corona in Leipzig und Sachsen - die Lage am 29. November 2021

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09:59 29.11.2021
Seit einer Woche befindet sich der Freistaat im Teil-Lockdown.
Seit einer Woche befindet sich der Freistaat im Teil-Lockdown. Quelle: dpa
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Leipzig

Es war keine Trendumkehr, die sich bei einzelnen Inzidenzwerten im Freistaat Sachsen am Wochenende andeutete. Da an den Wochenenden generell weniger getestet beziehungsweise gemeldet wird, ist es umso alarmierender zu bewerten, dass die Kurven zu den Sieben-Tage-Inzidenzen in den Landkreisen und kreisfreien Städten am Sonntag gegenüber dem Vortag wieder nach oben gingen. Der Sachsen-Wert stieg weiter an – laut Robert Koch-Institut (RKI) lag er am Montagmorgen bei 1284,8; am Vortag hatte der Wert bei 1205,5 gelegen. Im Erzgebirge (2073,4), in Görlitz (1554,5), Bautzen (1732,8) und der Sächsischen Schweiz (1972,0) gab es ebenfalls deutliche Anstiege bei den Neuinfektionen.

Die Gesundheitsämter im Freistaat übermittelten dem RKI 6.184 neue Fälle seit Sonntag. Vier Menschen in Sachsen sind am Sonntag in Sachsen an einer Erkrankung im Zusammenhang mit dem Virus gestorben – die Zahl der Todesopfer seit Beginn der Pandemie in Sachsen stieg damit auf 10.907. Experten weisen darauf hin, dass die Dunkelziffer noch höher liegt. Sachsen bleibt mit einer Inzidenz von 1284,8 der Corona-Hotspot in Deutschland. Thüringen (895,2), Sachsen-Anhalt (698,3) und Brandenburg (725,6) folgen dahinter.

Bundesweit erreichte die Sieben-Tage-Inzidenz einen Höchststand von 452,4 nach 446,7 am Montag. Die Gesundheitsämter meldeten laut RKI-Angaben 29.364 Fälle in 24 Stunden.

Erzgebirge kommt bei Neuinfektionen nicht zur Ruhe

Der Trend bei den Corona-Neuinfektionen im bundesweiten Hotspot Erzgebirgskreis geht nach einem leichten Rückgang am Samstag nun wieder deutlich nach oben. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag am Montagmorgen bei 2073,4, wie aus der täglichen Übersicht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Am Sonntag hatte es die Sieben-Tage-Inzidenz mit 2021,9 ausgewiesen. Am Wochenende fanden im Erzgebirge Proteste gegen die Corona-Maßnahmen des Landes statt.

In Sachsen liegen außer Mittelsachsen (895,9), Dresden (965,8) und Leipzig (725,9) alle Kreise und kreisfreien Städte bei einer Inzidenz oberhalb der 1000er-Grenze.

In die Zehnergruppe der bundesweiten Corona-Hotspots hat sich neben Erzgebirge (2073,4), Bautzen (1732,8), Sächsischer Schweiz (1972), Görlitz (1554,5) nun auch wieder der Landkreis Leipzig mit einer Inzidenz von 1673,5 geschoben. Die Inzidenz in Nordsachsen (1352,3) und in Meißen (1273,9) ist am Montag erneut gestiegen.

Aufgrund der vielen Corona-Fälle in Sachsens Kliniken hat der Freistaat die Überlastungsstufe ausgerufen. Unter anderem gelten nun für Ungeimpfte strenge Kontaktbeschränkungen. Zudem befindet sich Sachsen seit Montag in einem Teil-Lockdown. Freizeit- und Kultureinrichtungen müssen geschlossen bleiben, es gilt eine Sperrstunde in der Gastronomie.

Laut Sozialministerium sind (Stand Montag) derzeit 1970 (Freitag: 1958) Betten auf Normalstation und 575 Betten (Freitag: 563) auf Intensivstation belegt. Die Kapazitätsgrenze auf den Intensivstationen ist damit beinahe erreicht. In Sachsen ist am Wochenende mit der Verlegung der ersten Intensivpatienten in andere Bundesländer begonnen worden.

Der Corona-Überblick für Sachsen und Leipzig

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Von LVZ