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Leipzig Lokales Das lassen sich die Leipziger Parteien den Wahlkampf kosten
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06:01 29.04.2019
An ihnen kommt in diesen Wochen niemand vorbei: Wahlplakate in Leipzig. Quelle: Christian Modla
Leipzig

In knapp vier Wochen wählen die Leipziger einen neuen Stadtrat. Um die 70 Sitze ist eine heiße Materialschlacht entbrannt. Unzählige Wahlplakate säumen bereits die Straßen, Hunderttausende Flyer werden den Leipzigern bis zum 26. Mai noch in die Briefkästen flattern. Mehr als 300.000 Euro stecken die Parteien in den Kommunalwahlkampf. Die LVZ hat nachgefragt, was sie im Einzelnen vorhaben.

CDU: Maximale Sichtbarkeit

38.000 Euro stellt der Kreisverband für den Kommunalwahlkampf zur Verfügung. Mit 11.500 Plakaten setzt die Partei auf maximale Sichtbarkeit in der Stadt. Die Erstplatzierten auf den Listen müssen sich finanziell an den Kosten beteiligen. Parteisprecher Michael Weickert: „Unsere ­Spitzenkandidaten auf den Plätzen 1 bis 3 in den Wahlkreisen nutzen das von der Kreispartei zusammengestellte Kandidatenpaket. Darüber hinaus engagieren sich viele unserer Kandidaten mit kleinen Mitteln.“ Ansonsten setzt die CDU auf persönliche Bürgerkontakte und soziale Medien wie Facebook und Instagram, um Themen und Spitzenkandidaten bekannt zu machen.

Linke: Aktivitäten in sozialen Medien

Mit 50.000 Euro ist die Linke am Start. Neben 8000 Plakaten werden außerdem die Infozeitung „Leipzig Konkret“ und die „Bundeswahlzeitung mit einer Auflage von jeweils 80.000 Exemplaren an die Haushalte verteilt, dazu in jedem der zehn Wahlkreise um die 10.000 Kandidaten-Info-Flyer. An fast 200 Infoständen, in Bürgerforen in nahezu allen Wahlkreisen bekommen die Leipziger die Möglichkeit, die Kandidaten kennenzulernen. „Wir nutzen aktiv Facebook, Twitter und Instagram und werden unsere dortigen Aktivitäten ab dem 1. Mai noch mehr auf den Wahlkampf fokussieren“, kündigt Parteisprecher Kay Kamieth an. Am 23. Mai wird eine Kundgebung auf dem Richard-Wagner-Platz stattfinden.

SPD: Geld von Mitgliedern

„Das Budget des Stadtverbandes beträgt gut 60.000 Euro und setzt sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden von Mitgliedern zusammen“, sagt SPD-Chef Holger Mann. 500 bis 800 Plakate werden in jedem Wahlkreis aufgehängt. „Die ersten beiden Plätze in den zehn Wahlkreisen beteiligen sich finanziell an den Materialkosten für Plakate und Flyer. Alle anderen wenn sie wollen und können“, so Mann. Auf einer eigens für den Wahlkampf eingerichteten Webseite und in zwei sozialen Netzwerken werben die Sozialdemokraten für ihre Ziele, darüber hinaus suchen sie mit 100 Aktionen und Info-Ständen das Gespräch mit den Bürgern.

Grüne: Mehr Geld als früher

Mit 50.000 Euro haben die Grünen ihre Wahlkampfkasse diesmal ordentlich gefüllt. Vor zehn Jahren kamen sie noch mit bescheidenen 10.000 Euro aus. 4000 Plakate werden sie über die Stadt verteilen. Die Kandidaten setzen kaum eigenes Geld für ihren Wahlkampf ein, werben stattdessen Spenden ein. Vorsitzender: Matthias Jobke: „Wir nehmen die Einladungen zu Podien an, beantworten alle Wahlprüfsteine und nutzen soziale Medien wie Facebook, Twitter und Instagram sehr intensiv.“ Dazu kommen noch Infostände und Aktionen wie Müllsammeln am 1. Mai am Kulkwitzer See.

AfD: Höchstes Budget

Mit 100.000 Euro verfügt die AfD über das größte Budget in diesem Kommunalwahlkampf. Die Partei will allgegenwärtig im Stadtbild sein – mit 25.000 A1-Plakaten und Großplakaten an 40 Standorten. Auch bei der AfD beteiligen sich die Bewerber an den Kosten. „Alle Kandidaten bringen sich – unter Berücksichtigung ihrer Einkommenssituation – mit einem Sockelbetrag ein“, sagt Christian Kriegel vom Kreisverband. Bis zu 250 Info-Stände sind für direkte Kontakte zu den Wählern geplant, dazu kommen Bürgerstammtische, Foren und Podiumsdiskussionen. Ihre Themen streut die Partei über Druckerzeugnisse und Social-Media-Kanäle.

FDP: Gespräche über Kernbotschaften

20.000 Euro will die FDP ausgeben. Auf 4500 Plakaten und zehn großflächigen Werbeaufstellern wird die Partei ihre Kandidaten und Kernbotschaften sichtbar machen, außerdem in den sozialen Medien. Viele Kandidaten spendeten dafür freiwillig Geld, so Parteichef Friedrich Vosberg. An mehr als 30 Info-Ständen wollen die Liberalen mit Wählern ins Gespräch kommen und ihnen ihre Lösungen für kommunalpolitische Aufgaben vorstellen – wie auch auf Foren, Podiumsdiskussionen und thematische Veranstaltungen in den Stadtteilen.

Wählervereinigung mit Geldsorgen

Ein Wahlkampfbudget gibt es bei der Wählervereinigung nicht. Man sei zwar gerade dabei, „einiges auf die Beine zu stellen“, etwa einen Internetauftritt. Dabei stoße die 40-Mitglieder-Partei aber immer wieder an ihre finanziellen Grenzen, sagt Vorsitzender Andreas Klemm. Bislang seien 2800 Plakate, auf denen die Wählervereinigung ihre Kandidaten und Themen präsentiert, gedruckt. „Ohne einen finanziellen Eigenbeitrag der Kandidaten geht es nicht“, so Klemm. „Bei den meisten Kandidaten ist der Beitrag dreistellig, bei einzelnen Kandidaten auch vierstellig.“ Aktuell werde eine Postwurfsendung in Form eines Faltblattes oder Magazins geprüft.

Von Klaus Staeubert

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