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Lokales Das sind Leipzigs beste Spots zum Tauchen
Leipzig Lokales Das sind Leipzigs beste Spots zum Tauchen
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09:30 24.08.2019
Rund um Leipzig finden Taucher spannende Tauchgewässer. Der „Kulki“ gehört seit Jahren zu den beliebtesten deutschen Unterwasserrevieren. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Abtauchen kann man in Leipzig und Umgebung zur Genüge. In und um die Stadt befinden sich mit dem Kulkwitzer, dem Cospudener oder dem Zwenkauer See spannende Tauchgewässer. Allein der „Kulki“ gehört seit vielen Jahren zu den Top 10 der beliebtesten deutschen Unterwasserreviere. Doch welcher See auch immer – alle drei „taugen“ was. Was gibt es nicht alles zu entdecken: Versunkene Wälder, Wracks, einen Kohleflöz und natürlich jede Menge Flora und Fauna. Wer tauchen möchte, kommt um die Theorie nicht herum – Tauchschulen vermitteln Theorie und Praxiswissen. Alles geschafft, heißt es: Abtauchen und Tiefe erleben.

Cospudener See: Tauchen in die Vergangenheit

Da ist ja noch Kohle! Überwältigend war der Anblick als Falk M. Loose zum ersten Mal an der Steilwand tauchte und den Braunkohleflöz vom früheren Tagebau entdeckte.Längst nicht die einzige Überraschung die „Cossis“ Unterwasserwelt Freizeittauchern bietet: Wie wär’s mit einem versunkenen Wald? Wer schwerelos durch die Wipfel der Bäume gleiten will, kann sich per Boot zu einem der schönsten Tauchplätze im Cospudener See bringen lassen. Doch das Abenteuer tauchen beginnt direkt am Strand. Die Tauchschule von Lutz Kamski liegt nur wenige Schritte vom Ufer entfernt. Beim Schnuppertauchen gibt’s einen ersten Eindruck von der Unterwasserwelt. Wählen lässt sich zwischen Boots-, Tief-, Nacht- oder auch Rebreathertauchen. Wir bieten auch Tauchen für Behinderte; zu uns kommen viele Rollstuhlfahrer, sagt Inhaber und Tauchprüfer Lutz Kamski. „Das Schöne am Tauchen ist die Ruhe da unten. Das Gefühl von Leichtigkeit. Und natürlich die Natur: Krebsen, Muscheln, jeder Menge Süßwasserfischen können Taucher im „Cossi“ begegnen. Ab 15 Metern ist die Sicht glasklar.“

Tauchschule Kamski am Cospudener See. Schwerelos durch die Wipfel eines versunkenen Waldes gleiten.

Öffnungszeiten der Tauchschule in Markkleeberg, Hafenstraße 21: Samstag und Sonntag (Mai – Oktober) ab 10 Uhr; Sonntag ab 11 Uhr (November bis April) bei schönem Wetter wird angekündigt und telefonischer Anmeldung.

www.tauchschule-kamski.de

Kulkwitzer See: Umringt von Fischen und Pflanzen

„Ich bin aufgeregt“, gesteht Hanna Schmelzle. Die 15-jährige Sportgymnasiastin taucht an diesem Sommertag das erste Mal im Südbecken des Kulkwitzer Sees. Ihre Freundin Natalie Beer (14) hat schon einen Tauchschein an der Tauchschule Florian gemacht. Was die Connewitzerin an der Unterwasserwelt fasziniert? „Die Fische um mich herum.“ Da ist sie nicht die einzige: „Der Kulki ist einer der ältesten Tagebauseen im Raum Leipzig und gehört durch sein klares Wassers zu den beliebtesten Tauchgewässern Mitteldeutschlands“, weiß Dieter Florian (81). „Hechte, Schleie, Barsche, Welse, Rotfedern, Karpfen ziehen an den Tauchern vorbei; reichhaltig sei auch die Unterwasserflora: Als noch Braunkohle gefördert wurde, wuchsen Bäume in der Grube. Heute bieten sie Fischen Schutz und Unterstand.“ „Ein Kleinod am Rande der Stadt“ heißt das Buch, das Dieter Florian gemeinsam mit Hans-Joachim Lingelbach über den Kulki geschrieben hat. Seine über seine 60-Jährige Taucherfahrung gibt Dieter Florian zusammen mit anderen Trainern an der Göhrenzer Tauchschule und Tauchbasis von Monika Florian weiter.

Tauchschule Florian am Südufer. Abtauchen in eine Welt aus Fischen und Pflanzen.

Öffnungszeiten der Tauchbasis am Südufer des Kulkwitzer Sees direkt am Parkplatz Göhrenz: Sommer: Montags ab 17 Uhr; Samstag und Sonntag: ab 10 Uhr und nach Vereinbarung.

www.tauchshop-florian.de

Kulkwitzer See: Auf ins Schiffswrack

Mit einem kleine Grüppchen Tauchbegeisterter fing 1993 alles an. Heute zählen über 180 Mitglieder zum Tauchsportverein „Leipziger Delphine“. „Unser ältestes Mitglied wird demnächst 86. Wir haben ein sehr aktives Vereinsleben“, erzählt Petra Pfrepper und nennt die Bio-, Technik- oder Fotogruppe. „Die Interessengruppe Unterwasserbiologie beobachtet die Lebewesen ,unseres’ Sees. Außerdem trainieren 35 Kinder und Jugendliche regelmäßig bei uns. Diese haben auch Schwimmhallenzeiten. In diesem Jahr fand bereits das 26. Jugendsommerlager mit 50 Beteiligten statt. Aber Veranstaltungen wie Eistauchen, Neptunfest, Friedens- oder Weihnachtstauchen laufen das ganze Jahr über. Unser Vereinsdomizil befindet sich im ehemaligen Rettungsturm Lausen; also direkt am Kulkwitzer See“, so Petra Pfrepper. Die Leipzigerin taucht seit über 20 Jahren und gehört neben Reinhard Gräfe (67) zu den Urgesteinen des Vereins. Kooperiert wird zudem mit der Tauchschule Delphin am gleichen Standort. Gemeinsam wurden mehrere Tauchplattformen installiert. Was gibt es außer einer üppigen Flora und Fauna noch im Kulki zu bestaunen? Einen Unterwasserpark mit Loren und ein Schiffswrack!

Tauchsportverein „Leipziger Delphine“ und Tauchschule Delphin am östlichen Ufer am Kulkwitzer See.

Öffnungszeiten von Tauchsportverein „Leipziger Delphine“ und Tauchschule Delphin in Lausen; Straße am See (am ehemaligen Rettungsturm): ganzjährig geöffnet samstags, sonntags und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.

www.leipziger-delphine.de

www.tauchsport-leipzig.de

Zwenkauer See: Schon voll das Leben

„Unter der Oberfläche wird es spannend“, macht Robert Lange neugierig auf die Unterwasserwelt im Zwenkauer See – den größten im Leipziger Neuseeland. Als der Chef der Tauchbasis seine Station am Jachthafen gründete, habe er während der ersten Tauchgänge eine Art Mondlandschaft angetroffen. Mittlerweile konnte er gemeinsam mit dem Nabu schon 21 Arten auflisten. Die Glanzleuchtalge sei ein Zeichen, dass es dem See gut gehe. So sei es kein Wunder, dass inzwischen auch 22 verschiedene Tiere entdeckt werden konnten. Bitterlinge, Schleie, Rotaugen, Barben, Kamberkrebse, Dreikantmuscheln oder wenige Millimeter große Ruderwanzen haben Taucher schon beobachtet. Damit nicht genug: die MS „Reini“, ein Patrouillenboots-Wrack – benannt nach dem Kulkwitzer Tauchpionier Reinhard „Rein“ Gräfe – kann durch eine kleine Passage in 14 Meter Tiefe betaucht werden. Was für ein rasanter Wandel: bis vor 20 Jahren wurde im Tagebau Zwenkau die letzte Kohle abgebaut. Vom Schnuppertauchen für alle Generationen bis zu Spezialkursen und Tauchlehrerausbildungen bietet die Basis eine breite Palette an Angeboten (auf Wunsch auch in Englisch).

Tauchschule Lange am Jachthafen. Bei guter Wasserqualität können 22 verschiedene Tiere entdeckt werden.

Öffnungszeiten der Tauchbasis am Zwenkauer See, Hafenstraße 5: Montags bis sonntags von 9 bis 19 Uhr

www.tauchbasis-zwenkauer-see.de

Von Ingrid Hildebrandt

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