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Lokales Das waren die fünf traurigsten Todesfälle im Leipziger Zoo
Leipzig Lokales Das waren die fünf traurigsten Todesfälle im Leipziger Zoo
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20:38 18.07.2019
Emotionaler Abschied im Zoo Leipzig: Mutter Hoa und die anderen Elefanten verabschieden sich im März 2015 vom eingeschläferten Dickhäuter-Baby. Quelle: Zoo Leipzig
Leipzig

Aus dem Leipziger Zoo dringen in der Regel eher positive Nachrichten an die Öffentlichkeit: Eine neue Anlage wird eröffnet, ein neuer Besucherrekord wird geknackt, ein neues Tier erblickt das Licht der Welt. Seit Wochen beispielsweise verzückt der kleine Elefant Bền Lòng die Gäste, nachdem er eine schwierige Phase durchgemacht hatte. Seine Geburt und sein erster Auftritt in der Öffentlichkeit sorgten in Leipzig und darüber hinaus für Begeisterung.

Wo Licht ist, ist allerdings auch Schatten. Gelegentlich gibt es auch traurige Nachrichten zu hören – so wie am Mittwoch. Der kleine, gerade einmal zehn Tage alte Tapirbulle, verstarb überraschend an einer Jungtierinfektion. Der Schock saß tief, in den sozialen Netzwerken war die Anteilnahme groß.

Erinnerungen an ähnlich bedrückende Vorfälle wurden wach. Fünf tragische Todesfälle der letzten Jahre blieben besonders im Gedächtnis.

Heidi mit dem Silberblick

Sie war – vor allem dank ihrer TV-Präsenz – eine Zeit lang der heimliche Star des Leipziger Zoos: Heidi.Das Opossum mit dem liebenswerten Silberblick wurde 2008 in North Carolina geboren, kam im Mai 2010 nach Leipzig und wurde schnell zur Vorlage für zahlreiche Merchandise-Artikel. 2011 wurde sie international berühmt: Als Oscar-Orakel trat sie in der Talkshow von US-Komiker Jimmy Kimmel auf. Am 28. September 2011 wurde sie aufgrund von Altersschwäche eingeschläfert.

Das Opossum Heidi war – vor allem dank seiner TV-Präsenz – eine Zeit lang der Star des Leipziger Zoos. Am 28. September 2011 wurde Heidi aufgrund von Altersschwäche eingeschläfert. Quelle: Zoo Leipzig

Hoas tote Kinder

Gleich zwei Trauerfälle hatte Elefantendame Hoa zu bewältigen. 2012 kam ihr erstes Junges zu Welt, dass sie kurz darauf tödlich verletzte. 2015 der nächste Schicksalsschlag: Ihr zweites Baby musste nach einer Oberschenkel-OP eingeschläfert werden. Ihr drittes Kind, das Anfang 2019 zur Welt kam, nahm sie nicht an. Dank intensiver Bemühungen der Pfleger und der Fürsorge der übrigen Elefanten sieht es für Ben Long aktuell jedoch sehr gut aus.

Geburtsvorbereitungen bei Elefantenkuh Hoa im Zoo in Leipzig. Auch ihre erste Geburt endete tragisch. 2012 kam das Baby zur Welt, dass sie kurz darauf tödlich verletzte. Quelle: Andre Kempner

Maliks kleiner Bruder

2004 kam Malikzur Welt, das erste Löwenbaby seit 24 Jahren in Leipzig. Doch die Mutter verstieß das Tier, es wurde per Hand aufgezogen. Das machte eine Integration in seine eigentliche Familie unmöglich – und so wurde Malik nach Chemnitz abgegeben, wo er 2018 starb. 2005 ein neuer Versuch: Maliks Bruder kam zur Welt, wurde aber ebenfalls verstoßen. Der Zoo wollte der Natur diesmal freien Lauf lassen. Doch das Muttertier Luena verletzte ihr Junges so schwer, dass es eingeschläfert werden musste.

2004 kam Malik zur Welt, das erste Löwenbaby seit 24 Jahren in Leipzig. Mutter Luena verstieß ihn - Malik starb 2018 in Chemnitz. Beim nächsten Jungtier war die Hoffnung groß, doch Luena verletzte den Welpen so schwer, dass er eingeschläfert werden musste. Quelle: André Kempner

Motshegetsis Ausbruch

Nochmal Löwen – diesmal hätte es jedoch auch für Besucher tödlich enden können. Im September 2016, wenige Minuten vor der Öffnung der Tore entkamen die Raubkatzen Majo und Motshegetsi aus ihrer Anlage. Der Zoo wurde abgeriegelt, Majo erfolgreich eingefangen. Motshegetsi hingegen sollte betäubt werden, doch das Mittel wirkte nicht wie geplant. Es musste ein Schuss gesetzt werden. Der Fall weckte Erinnerungen an die „Leipziger Löwenjagd“ von 1913. Damals brachen acht Tiere aus.

Motshegetsi und Majo kamen aus Basel Quelle: André Kempner

Askar und seine Schwestern

Im Juni 2012 kamen gleich drei Schneeleoparden in Leipzig zur Welt. Die Freude war groß, schließlich sind die Raubkatzen akut vom Aussterben bedroht. Doch es folgten schlechte Nachrichten: Das erste Jungtier starb Ende August an einer Jungtierinfektion, das zweite musste wenig später eingeschläfert werden, da es blind und orientierungslos war. Mitte September wurde auch der dritte Schneeleopard, Askar, eingeschläfert. Er hatte zuletzt keine Nahrung mehr zu sich genommen.

Im Juni 2012 kamen gleich drei Schneeleoparden in Leipzig zur Welt. Das erste Jungtier starb Ende August an einer Jungtierinfektion, das zweite musste wenig später eingeschläfert werden, da es blind und orientierungslos war. Mitte September wurde auch der dritte Schneeleopard Askar (im Bild) eingeschläfert werden, da er keine Nahrung zu sich nahm. Quelle: Zoo Leipzig

Von CN

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