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Lokales Demo gegen Corona-Einschränkungen in der Leipziger City
Leipzig Lokales Demo gegen Corona-Einschränkungen in der Leipziger City
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22:05 25.04.2020
Demo gegen Grundrechtseinschränkungen in der Leipziger City am 25. April 2020. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Am Samstag haben in Leipzig mehrere Menschen gegen von Bund und Land verordnete Schutzmaßnahmen im Zuge der Corona-Krise demonstriert. Gegen 15.30 Uhr habe die Versammlung unter dem Motto „Gewährung der Grundrechte“ mit rund 30 Personen auf dem Nikolaikirchhof – dem Platz der Friedlichen Revolution also – begonnen, sagte eine Polizeisprecherin. Geplant waren 50 Teilnehmer.

Demo gegen Einschränkungen in der Leipziger City am 25.4.2020

Angemeldet wurde die Versammlung von Thomas Kulka. Der 34 Jahre alte Leipziger sagt, das Ziel sei, die Einschränkung der Grundrechte durch die Corona-Schutzverordnung rückgängig zu machen. Zu diesem Zwecke sei eine „bürgerliche Bewegung“ ins Leben gerufen worden. Die Demo am Samstag war die erste Veranstaltung dieser Bewegung.

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Zahlreiche Zaungäste vor Ort

Der Demobereich wurde mit Absperrband gesichert, Polizei und Ordnungsamt waren vor Ort, um die Einhaltung der Auflagen angesichts des Infektionsschutzgesetzes – unter anderem ein Mindestabstand zwischen den Teilnehmern – zu kontrollieren. Außerhalb der Absperrung beobachteten zahlreiche Passanten das Geschehen. Die Einsatzkräfte versuchten auch hier durch entsprechende Hinweise, den Abstand zu wahren.

In den Redebeiträgen wurde unter anderem gefordert, „klare Kante gegen totalitäre Maßnahmen“ zu zeigen und dazu „alle Möglichkeiten des Protestes zu nutzen“. „Fordert eure Rechte ein“, hieß es, bevor „Die Gedanken sind frei“ gesungen wurde. Redner Karsten Wolf (50), Sozialpädagoge aus Leipzig, forderte die „sofortige Beendigung des Lockdowns“, die Zahlen sprächen „eine eindeutige Sprache: der Virus ist nicht gefährlicher als eine Grippe“. Die meisten Grundrechte seien abgeschafft worden, stattdessen wurde „ein diktatorisches Notstandsregime geschaffen, obwohl das nicht notwendig war.“ Er äußerte scharfe Kritik an Politik, Medien und Kirchen.

Die Demo endete um 16.15 Uhr. Es kam zu keinerlei Zwischenfällen, so die Polizei.

Von CN und S.K.

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