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Lokales Demonstration gegen Mietpreiserhöhung zieht Samstag durch Leipzig
Leipzig Lokales Demonstration gegen Mietpreiserhöhung zieht Samstag durch Leipzig
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21:22 02.04.2019
Die Demonstrationen finden zeitgleich auch in anderen deutschen Städten statt.
Die Demonstrationen finden zeitgleich auch in anderen deutschen Städten statt. Quelle: dpa/Michael Kappeler
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Leipzig

Für den kommenden Samstag hat das Aktionsbündnis „Leipzig für alle“ zu einer Demonstration für faire Mieten aufgerufen. Die Gruppe schließt sich damit einer bundesweiten Initiative an. Parallel zur Leipziger Veranstaltungen sind unter anderem auch für Dresden, Erfurt und Jena Demonstrationen angekündigt. Neben den gemeinsamen Forderungen nach fairen Mietpreisen und gegen die zunehmende Verdrängung haben die Leipziger Demonstranten auch eine lange Liste an eigenen Forderungen vorbereitet, wie das Aktionsbündnis mitteilt. Dementsprechend lang soll auch die Liste an Redebeiträgen sein, die den Demonstrationszug unterstützen soll.

Leipzig gilt als am stärksten wachsende Stadt Deutschlands. Allein zwischen 2012 und 2017 verzeichnet die Stadt einen Bevölkerungszuwachs von 11,7 Prozent. Das geht am Wohnungsmarkt nicht spurlos vorbei. Bei den durchschnittlichen Nettokaltmieten wurde von 2013 bis 2017 ein Anstieg von mehr als zehn Prozent auf 5,62 Euro pro Quadratmeter registriert.

Lange Liste an Forderungen

Die Demonstranten fordern mit Blick auf diese Veränderung unter anderem die Ausweitung der sozialen Wohnraumförderung, eine reformierte Mietpreisbremse und Kappungsgrenze, aber auch den Erhalt von Freiflächen und Kulturräumen.

Die Demonstration startet am Samstag um 12 Uhr am Leopoldplatz in Connewitz und zieht dann zum Bayersichen Bahnhof. Von dort aus wird der Demonstrationszug ab 14 Uhr vom Aktionsbündnis angeführt und zieht über den Wilhelm-Leuschner-Platz zum Markt, wo ab 16 Uhr mit Vertretern der Stadtratsfraktionen diskutiert wird. Initiativsprecher Stefan Lange betont mit Blick auf die bevorstehenden Wahlen die Ausrichtung der Aktion. „Es ist eine Demonstration von Mietern und Betroffenen“, so Lange. Auf Parteibekundungen solle deshalb verzichtet werden.

Ab 17 Uhr werden die Demonstranten von der Demo „SafeYourInternet – jetzt erst recht“ für Freiheit und Grundrechte im Internet unterstützt.

Von Ebu