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Lokales Die Abgasmessung Am Hallischen Tor entspricht nicht den EU-Vorgaben
Leipzig Lokales Die Abgasmessung Am Hallischen Tor entspricht nicht den EU-Vorgaben
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07:01 02.01.2019
Die Luftmessstation Am Hallischen Tor steht viel zu dicht an einer der am stärksten befahrenen Leipziger Kreuzungen. Umgesetzt wird sie aber nicht. Quelle: Foto: Dirk Knofe
Leipzig

Leipzig hat Probleme mit seiner Luft-Messstation Am Hallischen Tor. Wie die Stadtverwaltung auf LVZ-Anfrage bestätigte, entspricht der Aufstellort nicht den Vorgaben der Europäischen Union. So hält die Messstelle nicht den Mindestabstand von 25 Metern zur nächsten verkehreichen Kreuzung ein, die die EU in der Regel verlangt. Nach Angaben der Stadtverwaltung beträgt der Abstand dieser Station zur nächsten Kreuzung nur 3,3 Meter; der vorgeschrieben Abstand vom Fahrbahnrand wird allerdings eingehalten. Er liegt mit 3,5 Metern im EU-Limit, nach der solche Stationen nur in einem Abstand von höchsten zehn Meter vom Fahrbahnrand stehen dürfen.

Suche nach neuen Standort gescheitert

Im Neuen Rathaus wird betont, dass diese Messstation schon aufgestellt wurde, als noch eine andere Vorgaben galten. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass diese Station zuletzt im Jahr 2016 eine Grenzwertverletzung registriert hat, also aktuell keine Konsequenzen aus eventuellen Falschmessungen zu befürchten seien. Im Jahr 2016 sei ein Grenzwert für das Jahresmittel der Konzentration an Stickstoffdioxid in Höhe von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft gemessen worden.

Trotzdem hat die Stadt gemeinsam mit dem zuständigen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie nach einem neuen Standort gesucht, der eine vergleichbare Verkehrsbelastung aufweisen und keine unverhältnismäßig hohen Kosten verursachen sollte. Dieser Standort sei aber bislang nicht gefunden worden, räumte das Rathaus ein. Nach LVZ-Informationen gab es den Plan, die Station auf dem Kleinen Willy-Brandt-Platz aufzustellen. Dies soll aber am Widerspruch des Dezernats von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) gescheitert sein. Ihre Mitarbeiter hätten an diesem Standort – der sich etwa in Höhe der Westhalle des Hauptbahnhofs befunden hätte – eine erhebliche Beeinträchtigung des Stadtbildes befürchtet. Die Behörde soll deshalb gefordert haben, die Messstation in den Untergrund des Platzes zu verlegen. Dies sei aber an den damit verbundenen hohen Kosten gescheitert, heißt es. Diese Kosten sollen als unverhältnismäßig hoch eingestuft worden sein, obwohl keine bessere Lösung in Sicht ist. Die Stadt betont jetzt, dass sie keinen Zweifel an der Belastbarkeit und der Qualität der am jetzigen Standort erfassten Messwerte hat; allerdings könne man nicht sagen, wie das Ergebnis einer gerichtlichen Beurteilung ausfallen würde.

Nur eine Messstation betroffen

Die beiden anderen Messstationen im Stadtgebiet sind nach Angaben der Stadtverwaltung korrekt aufgestellt. So besitze die Messstation in der Lützner Straße eine Entfernung von etwa 46 Meter bis zu nächsten Kreuzung; der Abstand vom Fahrbahnrand betrage drei Meter und liege damit ebenfalls im Limit der EU. Die dritte Leipziger Messstation befindet sich auf dem Geländes des Klinikums St. Georg in der Nikolai-Rumjanzew-Straße und dient ausschließlich der Messung des sogenannten städtischen Hintergrunds – unterliegt also nicht den strengen EU-Vorgaben wie die Stadtionen Am Hallischen Tor und an der Lützner Straße.

Von Andreas Tappert

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