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Lokales DreamHack 2020: So lief der erste Tag
Leipzig Lokales DreamHack 2020: So lief der erste Tag
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13:14 27.01.2020
Drei Tage Computer und Spiele: Seit Freitag läuft die DreamHack Leipzig 2020. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Größere Gruppen strömen mit Bier, Snacks, Schlafsäcken und Bollerwagen auf das Messegelände in Leipzig. Wer die Szenerie auf dem Messegelände beobachtet, könnte auf die Idee kommen, dass dort ein Musikfestival stattfindet. Weit gefehlt. Seit Freitagmorgen läuft in Leipzig die fünfte Auflage des Gaming-Festivals DreamHack. Für drei Tage kommen Videospielfans aus aller Welt zusammen, um die neuesten Technologien auf dem Markt zu begutachten, den eSports-Profis beim Zocken um eine Million US-Dollar zuzusehen oder in besagter Halle auf der größten LAN-Party Deutschlands selbst zu spielen. Mehr als 20.000 Besucher erwarten die Organisatoren insgesamt. Bereits am ersten Tag strömten Tausende auf das Messegelände.

Wie bei einem Musikfestival

Die Bollerwagen und Schlafsäcke legen die Besucher schnell neben ihren Schreibtischen ab. Schließlich wollen sie in einer der Hallen mit mehr als 2000 anderen Besuchern Deutschlands größte LAN-Party zelebrieren, also mit- und gegeneinander am PC spielen. „Die Luft am nächsten Morgen ist besser als man denkt“, sagt Christian Neubauer.

Impressionen vom ersten Tag der DreamHack Leipzig 2020.

Er muss es wissen. Als Mitglied des 17-köpfigen Teams namens „Pew Pew Laser Guns“ ist der Karlsruher bereits zum vierten Mal auf der DreamHack. Was ihn an dem Festival so begeistert? „Die Atmosphäre“, sagt er kurz und knapp. Es mache einfach Spaß, mit so vielen Gleichgesinnten gemeinsam zu zocken und dabei neue Leute kennen zu lernen. Dabei spiele er im Alltag gar nicht so viel, sagt Neubauer. „Für die DreamHack mache ich gerne eine Ausnahme.“

Die Dreamhack ist mehr als Gaming

Eine Halle weiter sitzen Mark Alan Githens und sein Sohn Alan Ricardo hinter einer Plexiglassscheibe. Schnell wird klar: Das dient der Sicherheit der Besucher. Denn das Vater-Sohn-Gespann gehört zu den sogenannten Casemoddern. Das sind Menschen, die ein normales PC-Gehäuse in ein optisches Meisterwerk verwandeln oder die Einzelteile direkt in Klavieren oder Kicker-Tischen verbauen.

Mark Alan Githens (rechts) (50) und sein Sohn Alan Ricardo Githens (15) modifizieren ein PC-Gehäuse. Quelle: Dirk Knofe

Auf der DreamHack nehmen die Githens an einem Wettbewerb direkt vor Ort teil. Da fliegen schon mal die Funken. „Hier kann ich meiner Kreativität freien Lauf lassen“, sagt Githens. Seinen Sohn hat er vor einigen Jahren mit seiner Leidenschaft angesteckt. Es sei ein intensives Hobby, sagt der 15-Jährige. „Die Zeit dafür hat man aber. Man muss sie sich nur nehmen.“

Leipziger sprengen Videospiel-Grenzen

In der Indie Arena stellen derweil junge Entwicklerteams ihre Spieleprojekte vor. Mit dabei sind mehrere Lokalmatadoren aus Leipzig, unter anderem „Lalalab“. „Wir verstehen uns jedoch eher als Spielkulturkollektiv“, betont Saskia Kraft. Ihr Ansatz sei, die Grenzen von Computerspielen auszutesten und die Grenzen zwischen digitalem und analogem Spielen zu sprengen, sagt sie.

Clemens Haufe (von links), Saskia Kraft und René Otto von Lalalab. Quelle: Dirk Knofe

So gilt es beispielsweise bei dem Projekt „Glitch Cube“ (auf deutsch: Fehlerkasten), in zwei Gruppen miteinander zu interagieren, um die in dem „Glitch Cube“ befindliche Gruppe zu befreien, indem gemeinsam der Fehler behoben wird. „Wir können uns aber auch einen Mix aus Brettspiel und Computerspiel vorstellen“, sagt „Lalalab“-Mitglied Clemens Haufe.

 

Sportbuzzer berichtet über Turnierverlauf

Die DreamHack Leipzig läuft noch bis Sonntagabend. Wie die hochkarätig besetzten eSports-Turniere am Samstag und Sonntag ablaufen und wer sich am Ende durchsetzt, berichtet am Wochenende unser Sportbuzzer. Auf ihrem Portal streamen unsere Kollegen am Sonntag ab 13 Uhr zudem die erste vom Leipziger Fußallverband organisierte „Fifa“-Stadtmeisterschaft.

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