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Lokales Eintrittspreise der Leipziger Oper steigen ab August
Leipzig Lokales Eintrittspreise der Leipziger Oper steigen ab August
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06:03 19.03.2019
Trotz höherer Ticketpreise ab 1. August 2019 wird in der Leipziger Oper weiterhin jede Eintrittskarte mit etwa 200 Euro subventioniert.
Trotz höherer Ticketpreise ab 1. August 2019 wird in der Leipziger Oper weiterhin jede Eintrittskarte mit etwa 200 Euro subventioniert. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Ab 1. August 2019 werden die Eintrittspreise für die Leipziger Oper und Musikalische Komödie erhöht. Das hat der Stadtrat in seiner März-Sitzung auf Vorschlag des Kulturdezernates beschlossen.

Insgesamt erhofft sich die Verwaltung Mehreinnahmen von bis zu 393 000 Euro pro Jahr bei den Opern-Veranstaltungen, von bis zu 158 000 Euro bei Ballett-Aufführungen und von rund 15 000 Euro bei sonstigen Spielstätten und Silvester-Events. Das ergäbe eine Steigerung von jeweils etwa sechs Prozent.

Steigerung um 48 Prozent in der MuKo

Bei der Musikalischen Komödie (MuKo) werden die zusätzlichen Einnahmen sogar auf gut eine Million Euro veranschlagt, was einem Wachstum von 48 Prozent entspräche. Allerdings setzt sich der neue Wert hier aus mehreren Bestandteilen zusammen, die in Verbindung mit der anstehenden Sanierung vom „Haus Dreilinden“ stehen. Dadurch erhöht sich die Kapazität dieses Gebäudes von heute 530 auf 648 Gäste. Zudem wurde wegen der baulichen Mängel bisher ein Abschlag auf die Ticketpreise in der MuKo gewährt – dieser Rabatt entfällt in Zukunft. Während der Bauarbeiten, die von Mitte 2019 bis Mitte 2020 dauern sollen, gelten in der Ausweichspielstätte Westbad gesonderte Preise. Dort stehen – je nach Saalplan – etwa 400 bis 450 Plätze zur Verfügung.

Höhere Auslastung angepeilt

Die zusätzlichen Einnahmen der MuKo sollen erstmals im Wirtschaftsjahr 2021 in vollem Umfang in die Opernkasse fließen. In allen Häusern wird mit mehr Besuchern und einer besseren Auslastung kalkuliert: Auch die höheren Einnahmen daraus sind schon in den oben genannten Zahlen für zusätzliche Erlöse enthalten.

Deutlich weniger billige Plätze

Die Fraktion der Linken hatte im Stadtrat eine Änderung des Entwurfs beantragt. Beim Studieren der Zahlenreihen für die vielen verschiedenen Preis-Kategorien war Linke-Stadtrat Marco Götze aufgefallen, dass die Menge der billigsten Plätze im großen Opernsaal ab August 2019 deutlich sinken soll. Die allerbilligste Kategorie 7 (40 Plätze) entfällt ganz, die Zahl der Plätze in Kategorie 6 wird von 82 auf 40 gesenkt. Die Zahl der Plätze in Kategorie 5 verringert sich von heute 151 auf nur noch 104. „Dabei sind das die Platzkategorien mit der höchsten Auslastung“, stellte Götze fest.

Stadtrat lehnt Linkem-Antrag ab

Den Linken-Antrag, die Zahl der Plätze in der (zukünftig billigsten) Kategorie 6 von den geplant 40 wenigstens auf 60 zu erhöhen, lehnte der Stadtrat jedoch ab. Auch künftig wird es viele Ermäßigungsregelungen geben – so für Schüler, Azubis, Studenten oder Inhaber der Leipzig-Card. Arbeitslosengeld-II-Bezieher können am Veranstaltungstag freie Restkarten für acht Euro erwerben.

Von Jens Rometsch