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Lokales Eisenbahnstraße: Zoll überprüft Lohnzahlung und Sozialversicherung
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Eisenbahnstraße Leipzig: Zoll sucht Schwarzarbeiter

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16:21 14.10.2021
In der Leipziger Eisenbahnstraße wurde am 13. Oktober 2021 von der Polizei zusammen mit dem Zoll und Steuerbehörde mehrere Razzien in Gewerberäumen durchgeführt.
In der Leipziger Eisenbahnstraße wurde am 13. Oktober 2021 von der Polizei zusammen mit dem Zoll und Steuerbehörde mehrere Razzien in Gewerberäumen durchgeführt. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Einsatz in der Eisenbahnstraße und in der Georg-Schumann-Straße: Das Hauptzollamt Dresden hat am Mittwochmorgen im Osten und im Westen der Stadt nach Schwarzarbeitern gesucht. Wie die Behörde am späten Nachmittag mitteilte, betrafen die Kontrollen insbesondere die ordnungsgemäße Zahlung des vorgeschriebenen Mindestlohns, die Einhaltung sozialversicherungsrechtlicher Pflichten, den unrechtmäßigen Bezug von Sozialleistungen sowie die illegale Beschäftigung von Ausländern. Insgesamt wurden 51 Personen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt. Dabei ergaben sich in acht Fällen Verdachtsmomente, die weitere Prüfungen der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“ nach sich ziehen werden.

Geprüft wurden vor allem Ladengeschäfte, Barbershops und gastronomische Einrichtungen. Unterstützt wurde der Einsatz durch das Landeskriminalamt Sachsen, die Polizeidirektion Leipzig sowie die Bundespolizei. Insgesamt waren 47 Beamte im Einsatz.

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Wie eine Behördensprecherin auf LVZ-Anfrage mitteilte, handelte es sich um „routinemäßige und verdachtsunabhängige Kontrollen“ der „Finanzkontrolle Schwarzarbeit“. Solche Einsätze würden regelmäßig durchgeführt.

Schwarzarbeit bedroht legale Arbeitsplätze und erhöht so die Arbeitslosigkeit. Es gehen zudem Steuern und Sozialversicherungsbeiträge verloren. Bundesweit sind mehr als 7600 Zöllnerinnen und Zöllner im Kampf gegen illegale Beschäftigungsverhältnisse im Einsatz.

Von Andreas Tappert und Björn Meine