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Lokales Elstermühlgraben: Letzter Bauabschnitt startet im Frühjahr 2020
Leipzig Lokales Elstermühlgraben: Letzter Bauabschnitt startet im Frühjahr 2020
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20:44 26.09.2019
So soll der letzte Abschnitt des Elstermühlgrabens – zwischen der Elster- und Lessingstraße (unten rechts) – nach der Freilegung im Jahr 2023 aussehen. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Im August hatten die Stadtwerke mit dem Umverlegen von Kabeln in der Elsterstraße begonnen. Deshalb ist die Fahrbahn in Höhe des Elstermühlgrabens noch bis zum 18. Oktober für Autofahrer gesperrt. Ab dem nächsten Frühjahr müssen sich dann aber auch Fußgänger auf größere Umwege einrichten. Wie die Leipziger Stadtverwaltung am Donnerstag mitteilte, startet dann nämlich der letzte Bauabschnitt zur Freilegung des Elstermühlgrabens – und zwar mit dem Bau einer Brücke in der Elsterstraße. Danach komme die Brücke im Zuge der Lessingstraße an die Reihe und zum Abschluss der Wasserbau zwischen beiden Straßen. Wenn alles gut läuft, wäre demnach der ganze Elstermühlgraben 2023 freigelegt.

Freistaat trägt 75 Prozent der Kosten

Zuvor muss die Stadt aber noch einen alten Bau- und Finanzierungsbeschluss aus dem Jahr 2004 anpassen, erklärte Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke). Deutlich höhere Marktpreise hätten die Baukosten nach oben springen lassen. Mit einem neuen Beschluss könne die Kommune nun aber ein Programm des Freistaates Sachsen zur Verbesserung der regionalen Infrastruktur nutzen – mit 75 Prozent Förderquote. „Deshalb beträgt der Eigenanteil der Stadt, trotz der Steigerung der Gesamtkosten auf 16,85 Millionen Euro, lediglich 4,21 Millionen Euro.“

Begrünte Ufer und ein begehbarer Steg

„Durch die Begrünung einzelner Uferwasserbereiche und den Bau von Fisch-Kanu-Pässen erreichen wir eine ökologische Durchgängigkeit“, erläuterte Rosenthal weiter. Zur Erholung gedacht sei ein begehbarer Steg an der Nordseite des Flusslaufs in dem neuen Abschnitt. „Ziel der Arbeiten ist die Inbetriebnahme des Kurses drei im Sinne des wassertouristischen Nutzungskonzeptes – das heißt die Verbindung vom Stadthafen zum Auensee und weiter über die Weiße Elster nach Halle/Saale.“

Blick auf den im Juni 2019 freigegebenen Flussabschnitt zwischen der Lessing- (nicht im Bild) und Thomasiusstraße (oben im Zuge der Funkenburgbrücke). Quelle: Christian Modla

Erst im Juni 2019 war der vorletzte Abschnitt des Elstermühlgrabens im Beisein von viel Politprominenz eröffnet worden. Seitdem steht Paddlern auch ein 85 Meter langer Abschnitt zwischen der Thomasius- und Lessingstraße zur Verfügung. Für insgesamt 6,4 Millionen Euro wurde dort zugleich die neue Funkenburgbrücke errichtet. Bei dem Eröffnungstermin hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) versichert, dass bereits etliche Fachleute an der Finanzierung für den letzten, 170 Meter langen Abschnitt tüfteln würden. Offenbar liegt nun das Ergebnis vor.

Alte Wölbleitung wird überflüssig

Der größte Teil des Elstermühlgrabens war vor 60 Jahren in eine Wölbleitung unter der Erde verlegt worden, um die Einwohner vor Umweltgiften im Wasser zu schützen. Damals verschwanden auch mehrere Brücken, die nun neu errichtet werden müssen. 2005 hatte die Stadt begonnen, den Fluss etappenweise wieder zu öffnen. Die Wasserqualität ist längst wieder einwandfrei.

Von Jens Rometsch

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