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Lokales Ersatzneubau für Lößniger „Spatzennest“ fertig
Leipzig Lokales Ersatzneubau für Lößniger „Spatzennest“ fertig
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13:01 22.05.2019
Der Neubau für die Kita „Spatzennest“ entstand in der Watestraße 3 – auf einem Abbruchgrundstück, wo früher LWB-Häuser und Garagen standen. Quelle: André Kempner
Leipzig

Mit dem Pflanzen eines Apfelbaums wurde jetzt eine neue Kita in der Watestraße 3 offiziell eröffnet. Das „Spatzennest“ gibt es allerdings schon rund 40 Jahre in Lößnig. „Der Ersatzneubau wurde nötig, weil die Diakonie unsere früheren Räume an der Hans-Marchwitza-Straße braucht, um die Förderschule Werner Vogel zu erweitern“, erklärte Christine Mühle den zahlreichen Gästen. Als stellvertretende Fachbereichsleiterin des Vereins Kindervereinigung Leipzig hatte sie das Großprojekt in Lößnig seit den ersten Ideen im Jahr 2015 betreut. Mühle dankte bei der Veranstaltung am Dienstag dem Bauherren Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB), welcher mehr als drei Millionen Euro auf seinem Grundstück investiert hat. Dieses liegt genau hinter dem Lärmschutzwall an der Karl-Jungbluth-Straße, wo die LWB vor zwölf Jahren etliche leere Häuser und Garagen abgerissen hatte.

Personalmangel als Hauptproblem für Freie Träger

Auch die Stadt Leipzig habe die Kindervereinigung sehr unterstützt, trage nun auch die monatliche Miete für den Neubau, betonte Mühle. „Wir könnten gern noch fünf oder zehn weitere solcher Kitas betreiben“, meinte Matthias Heinz, der Geschäftsführer der Kindervereinigung. Doch der Personalmangel sei inzwischen das Hauptproblem für alle freien Träger in Leipzig. „Obwohl wir dieselben Löhne wie die Stadt zahlen und mit viel Herzblut dabei sind, finden wir nicht genügend Erzieher, Sozial- und Heilpädagogen.“ Die entsprechenden Ausbildungskapazitäten seien in Sachsen zuletzt sogar noch gesunken. Der Verein – zurzeit Träger von zehn Kitas in Leipzig – denke deshalb bereits darüber nach, selbst eine Ausbildungsmöglichkeit aufzubauen – also noch Angebote zusätzlich zu den Seiteneinsteigern zu schaffen, die schon jetzt in einer vier Jahre dauernden, berufsbegleitenden Ausbildung stehen.

LWB plant bereits vier weitere Einrichtungen

Durch den Neubau wuchs die Kapazität des „Spatzennestes“ um 25 Plätze. Sie werden in den nächsten Wochen gefüllt, Bewerber gibt es schon mehr als genug, so Mühle. „Der große Umzug an den neuen Standort war bereits im März erfolgt.“

Das Leipziger Architekturbüro Wittig Brösdorf nutzt in dem Kita-Neubau auch die Treppen als Entdeckungs- und Spielort für die Kinder. Sie können auch durch den Turm in der Mitte der Treppenanlage klettern Quelle: André Kempner

Die LWB habe bisher drei Kitas für insgesamt acht Millionen Euro gebaut, sagte Geschäftsführerin Iris Wolke-Haupt. Das Unternehmen plane zurzeit vier weitere Kindergärten, die aber alle in die unteren Geschosse von Wohnhäusern integriert werden sollen. Wie berichtet, will das kommunale Unternehmen in diesem Jahr den Bau von mehr als 1000 Wohnungen in Leipzig starten – darunter etwa die Hälfte Sozialwohnungen. Der Entwurf für das neue „Spatzennest“ kam vom auf diesem Gebiet höchst renommierten Leipziger Architekturbüro Wittig Brösdorf. Er enthält unter anderem ein etwa 70 Quadratmeter großes Foyer samt Sitztreppe, das sich durch Öffnen einer Schiebetür in einen doppelt so großen Veranstaltungsraum erweitern lässt.

Von Jens Rometsch

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