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Lokales Familie Ebrahimi verteilt Heiligabend 1000 Döner an Bedürftige
Leipzig Lokales Familie Ebrahimi verteilt Heiligabend 1000 Döner an Bedürftige
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10:24 24.12.2018
Keywan Ebrahimi will Heiligabend in Reudnitz 1000 Döner an Bedürftige verteilen. Quelle: Dirk Knofe - Picturework.eu
Leipzig

Würstchen mit Kartoffelsalat ist der Menü-Klassiker bei deutschen Familien auf der Speisekarte. Doch nicht alle Menschen können Heiligabend unbeschwert feiern, leben in Armut oder sind gar obdachlos. Ihnen will Keywan Ebrahimi aus dem Leipziger Stadtteil Reudnitz eine Freude machen. In seinem Laden in der Oststraße 56 verteilt er am kommenden Montag von 18 bis 20 Uhr kostenlose Döner an Bedürftige. Rund 1000 Portionen hat er eingeplant. „Wir nehmen an 364 Tagen im Jahr und möchten an einem Tag zurückgeben“, sagt der 25-Jährige.

Keywan Ebrahimi vor seinem Laden in der Oststraße.. Quelle: Dirk Knofe - Picturework.eu

Er macht die Aktion nicht zum ersten Mal. Vor drei Jahren hatten er und seine Freundin die Idee und wollten anderen Menschen helfen. „Damals sind aber gerade ein Dutzend Leute zu uns gekommen“, so Ebrahimi. Am Angebot lag es nicht. Seine Hilfsaktion erreichte die Menschen schlichtweg nicht. Vergangenes Jahr war das anders. Ebrahimi lud die Menschen über die Facebook-Seite seines Imbisses ein. Das wirkte. Mehrere Hundert Leute holten sich mit Fleisch und Gemüse gefüllte Brottaschen ab.

„Die Leute haben gestrahlt“

Für Ebrahimi war schnell klar, das macht er auch dieses Jahr wieder. Drei Spieße sollen sich gleichzeitig drehen. „Die Leute habe sich letztes Jahr so gefreut, teilweise richtig gestrahlt“, erinnert sich der junge Mann.

Die Familie Ebrahimi ist in Reudnitz inzwischen schon verwurzelt. Kaywans Eltern stammen aus dem Iran und haben 1991 das Geschäft in der Oststraße eröffnet. Er und sein Bruder sind in Leipzig aufgewachsen und hier zur Schule gegangen. Das Familienunternehmen betreibt Läden in Brehna und dem benachbarten Kaufland-Center. Im kommenden Jahr sollen weitere Filialen dazukommen.

Die seit Jahren in Leipzig angekommene Familie feiert zwar auch Weihnachten. „Für uns ist das aber keine Pflichtveranstaltung“, sagt der 25-Jährige. Familie Ebrahimi will deshalb am Heiligen Abend lieber helfen.

Von Matthias Roth

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