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Lokales Fliegerbombe: Dölziger Pferde müssen ihren Stall verlassen
Leipzig Lokales Fliegerbombe: Dölziger Pferde müssen ihren Stall verlassen
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21:09 09.12.2019
Wegen der zu sprengenden Fliegerbombe musste auch ein Reiterhof in Dölzig evakuiert werden. Die Pferde, die nicht in den umliegenden Ställen untergebracht werden konnten, harrten an einer Straße zwischen Frankenheim und Priesteblich aus. Saskia Hofmann verteilte Kaffee an die Wartenden. Quelle: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Im Sperrgebiet der gefundenen Fliegerbombe befindet sich auch ein Pferdehof. In der Frankenheimer Straße in Dölzig stehen etwa 40 Tiere in einem Pensions- und Reitstall. Besitzer Karsten Eifert brachte die Pferde in umliegenden Ställen und bei Privatpersonen unter. „Mit einem Pferdehänger hätten wir Stunden gebraucht“, sagte er der LVZ. Da mehrere Fahrzeuge im Einsatz waren, sei es recht flott gegangen. „Uns hat allerdings niemand informiert“, schimpfte er. „Obwohl die Bombe keine 700 Meter von unserem Hof entfernt lag.“

Zwei Pferde blieben im Stall

Pferde seien nicht mal so eben fix verladen, so Eifert. Insbesondere nicht, wenn die Tiere nicht mitspielen. „Ein Pferd mussten wir per Hand von unserem Stall bis nach Priesteblich führen.“ Die Tiere, die nicht in den umliegenden Ställen untergebracht werden konnten, harrten die Wartezeit an einer Straße zwischen Frankenheim und Priesteblich aus. Ebenso wie der Stallchef und seine Crew. Tochter Saskia Hofmann brachte mit ihrem neun Monate alten Sohn Luca Kaffee für die Wartenden vorbei. „Zwei Pferde mussten wir im Stall lassen“, so Eifert. Bei den Tieren handelte es sich allerdings nicht um Pensionspferde, die waren alle in Sicherheit gebracht worden.

Alle Tiere sind wohlauf

„Alle haben es gut überstanden“, sagte Eifert nach der Sprengung. Am Abend wurden die Tiere, die woanders untergebracht waren, wieder zurückgeholt. Auch die beiden im Stall verbliebenen hätten die Detonation gut verkraftet. „Wir sind schnellstmöglich zurückgefahren“, so Eifert. „Und wir sind natürlich froh, dass alles so gut ablief.“

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