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Lokales Flughafen Leipzig/Halle investiert in den Frachtausbau
Leipzig Lokales Flughafen Leipzig/Halle investiert in den Frachtausbau
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08:16 18.10.2018
Die geplanten Stellplätze werden vor allem für die Post-Tochter DHL gebraucht. Quelle: Dirk Knofe
Schkeuditz

Zehn Jahre nach der Eröffnung des DHL-Drehkreuzes in Schkeuditz schiebt der Flughafen die nächste Großinvestition an: Fast 250 Millionen Euro will der Airport in den nächsten Jahren in den Ausbau investieren. Neue Stellplätze für Frachtflieger sollen entstehen, die Anbindung der beiden Start- und Landebahnen verbessert werden. Außerdem gibt es ein neues Containerterminal, LKW-Parkplätze – und eine neue Autobahnraststätte direkt an der Abfahrt Schkeuditz der A 14.

Allein 210 Millionen Euro sollen in die neuen Rollbahnen und Stellflächen vor allem für die DHL-Jets fließen, kündigten Flughafenvorstand Johannes Jähn und der Chef der Schkeuditzer DHL-Flotte, Markus Otto, am Mittwoch an. Zuvor hatten die beiden die Fluglärmkommission informiert. Denn das Projekt soll die Kapazität deutlich erhöhen – und damit auch die Zahl der Flüge.

Grund: Vor allem DHL wächst deutlich schneller als gedacht. „Bis 2032 erwarten wir eine Verdopplung der Sendungen – von heute 350 000 auf 800 000 pro Tag“, sagte Otto. Schon im vergangenen Winter sei man zeitweise an die Grenzen gestoßen. Deshalb müsse man die Kapazität nun ausbauen – und den Airport fit machen für das künftige Wachstum, sagte Jähn.

Vorfelderweiterung ist größtes Einzelprojekt

Größtes Einzelprojekt ist die Erweiterung des Vorfeldes direkt vor dem DHL-Sortierzentrum. Östlich der bisherigen Fläche, wo nachts bereits bis zu 60 DHL-Jets gleichzeitig be- und entladen werden können , sollen 36 weitere Stellplätze entstehen. Und damit die zusätzlichen Flieger auch abheben können, soll auch die Anbindung an die beiden Start- und Landebahnen ans Vorfeld verbessert werden. Vier neue Rollbahnen sind dafür geplant, je zwei zur Süd- und zur Nordbahn.

Hoffnungen lärmgeplagter Anwohner im Süden des Airports, damit könnten die beiden Bahnen endlich gleichmäßiger genutzt werden, nahm Otto aber sofort den Wind aus den Segeln. „Wir behalten die Präferenz für die Südbahn.“ Schließlich liegt sie deutlich näher am DHL-Sortierzentrum „Aber deren Kapazität ist endlich. Es ist daher sinnvoll, auch die Nordbahn einzubinden.“ Eine dritte Startbahn soll es dagegen nicht geben. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir jemals so wachsen, dass wir die brauchen werden“, sagte Otto.

Bezahlen soll den Ausbau zunächst der Flughafen. Steuergelder werde man aber nicht investieren, verspricht Jähn. „Das finanziert sich am Ende aus den Einnahmen selbst.“ Vor allem durch die Miete, die DHL für die neuen Stellflächen zahlt. Man werde einen langfristigen Pachtvertrag schließen, sagte Otto. „Damit nehmen wir dem Flughafen einen Teil des Risikos ab.“

Öffentlichkeit wird beteiligt

Wann genau gebaut wird, ist aber noch offen. Anfang 2019 will der Airport zunächst mit der Öffentlichkeitsbeteiligung beginnen. Denn die soll frühzeitig einbezogen werden, damit noch Änderungen eingearbeitet werden können. „Wir wollen mit den Bürgern in Dialog treten, um mehr Akzeptanz zu erhalten“, so Jähn. „Da kommt noch einiges an Arbeit auf uns zu.“

Schon im nächsten Jahr starten sollen dagegen drei kleinere Projekte, die schon genehmigt sind: ein Container-Terminal direkt neben dem DHL-Sortierzentrum, ein LKW-Parkplatz im Südwesten des Airports und ein Hangar für Privatjets nahe des Terminals. Einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag soll das kosten.

Bereits angefangen haben die Arbeiten für die neue Autobahnraststätte an der A 14 direkt neben dem Airport. Derzeit werde das Gelände von Archäologen auf mögliche Funde untersucht, sagte Jähn. Wenn dabei nichts gefunden wird, könne der Bau dann zügig beginnen. Bezahlen wird das aber nicht der Flughafen, sondern der Raststättenbetreiber Tank & Rast.

Von Frank Johannsen

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