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Lokales Forscher fordern Luftreinhaltung bei Vereinten Nationen
Leipzig Lokales Forscher fordern Luftreinhaltung bei Vereinten Nationen
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22:54 20.06.2019
Vor allem die Verbrennung von Biomasse wie auch fossiler Brennstoffe sei eine wichtige Ursache für die Luftverschmutzung (Symbolbild). Quelle: Oliver Berg/dpa
Leipzig/New York

Am Mittwochabend ist im UN-Hauptquartier in New York ein Bericht über die Gesundheitsauswirkungen von Luftverschmutzung auf die Weltbevölkerung übergeben worden. Auch Alfred Wiedensohler vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig war an dem Projekt beteiligt, verkündet die Forschungseinrichtung. Nationalakademien der Wissenschaften und der Medizin aus Deutschland, Brasilien, Südafrika und den USA starteten die Initiative.

5 bis 7 Millionen Tote jährlich

Aus dem TROPOS Leipzig heißt es nun, dass die teure Luftverschmutzung eigentlich auf kostengünstigem Wege zu vermeiden wäre. Derzeit müssen jährlich jedoch 3 Billionen Euro für die Folgen von Luftverschmutzung, insbesondere im globalen Süden, ausgegeben werden. Das derzeitige Engagement reiche nicht aus und das Potenzial die Luftreinhaltung, den Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung effektiv zu verbinden werde nicht genutzt, fasst der Bericht zusammen.

Die Akademien fordern daher eine Kombination aus Politik, Gesetzgebung, Regulierung, Normen und Durchsetzung. Auch neue Technologien sollen eine wichtige Rolle spielen und das soziale Bewusstsein gestärkt werden. Schließlich sterben dem Bericht zufolge 5 bis 7 Millionen Menschen pro Jahr vorzeitig an den Auswirkungen der Luftverschmutzung.

Klimaschutz und Luftreinhaltung

„Die wichtigste Ursache der Luftverschmutzung ist die unvollständige Verbrennung von Biomasse und fossiler Brennstoffe“, warnt Wiedensohler. Der Ruß aus den Verbrennungsprozessen gefährde neben der Gesundheit auch regionale Temperaturen, Niederschläge und Extremwetterereignisse. Eine Luftreinhaltung hingegen würde das Wirtschaftswachstum fördern und dem Volkswirtschaften durch Vorbeugen von Krankheiten und dem Verhindern von Produktivitätsverlusten zugutekommen.

Von Lotta-Clara Löwener

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