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Lokales Freiladebahnhof Eutritzsch: Leipzigs größtes Bauprojekt verzögert sich
Leipzig Lokales Freiladebahnhof Eutritzsch: Leipzigs größtes Bauprojekt verzögert sich
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12:09 14.08.2019
Blick auf das Areal des ehemaligen Eutritzscher Freiladebahnhofs. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Bremse für das neue Wohnquartier auf dem Gelände des ehemaligen Eutritzscher Freiladebahnhofs: Die Prüfung des Verkaufs dauert länger als erwartet. Deshalb verzögert sich die Bauleitplanung des Areals. Das hat die Stadt Leipzig am Mittwoch mitgeteilt.

Das sind die aktuell 20 größten Bauprojekte in Leipzig.

Grund seien wiederholte Änderungen, unter anderem des Kaufvertrages, von Seiten der CG-Gruppe. Der Stadtrat hatte nach dem überraschenden Verkauf des Geländes im März entschieden, die Weiterführung der Bauleitplanung unter anderem vom Ergebnis rechtlicher und fachlicher Prüfungen durch die Stadtverwaltung abhängig zu machen. Die Stadtspitze legt dem Rat nun auf Vorschlag von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) einen veränderten Zeitplan zur Entscheidung vor. Die Prüfergebnisse sollen dem Stadtrat im ersten Quartal 2020 präsentiert werden. Ursprünglich sollte das Ergebnis dieser Prüfungen bereits Mitte September dieses Jahres vorliegen. Der Masterplan, für den es eine deutliche Mehrheit im Stadtrat gegeben hatte, bleibt weiterhin schwebend unwirksam.

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Größtes Entwicklungsprojekt für die Stadtentwicklung

Das Quartier ist mit drei 16-geschossigen Hochhäusern, insgesamt rund 2200 geplanten Wohneinheiten, über 100 000 Quadratmetern Gewerbefläche und öffentlichem Park das größte städtebauliche Entwicklungsvorhaben in Leipzig. Nach Bürgerbeteiligung und umfassenden Abstimmungen hatte die CG-Gruppe im Januar dieses Jahres alle Grundstücke zur Quartiersentwicklung an die in Wien ansässige „Leipzig 416 GmbH“ verkauft. Der Kaufvertrag dazu wurde mehrfach geändert, zuletzt am 8. Juli, und die Gesellschaft des ursprünglichen Vorhabenträgers anschließend von der CG-Gruppe aufgelöst. Zu einer rechtssicheren Übertragung des Vorhabens an die „Leipzig 416 GmbH“, wie im städtebaulichen Vertrag vorgesehen, sei es nicht gekommen, wie das Rathaus mitteilt.

Auch Pläne für Schulen und Kitas verzögern sich

Diese Reihe von Veränderungen verzögert nach Darstellung der Stadt nun die Abklärung offener Fragen – beispielsweise ob und wie der bereits geschlossene städtebauliche Vertrag für das Areal auch für den neuen Eigentümer gilt und wie dieser fortgeführt werden kann. Auch Grundstücksgeschäfte für Schulen, Kitas und Kultureinrichtungen konnten bisher nicht beurkundet werden.

Von lvz

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