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Lokales Gähnende Leere: Was passiert am Leipziger Münzblock?
Leipzig Lokales Gähnende Leere: Was passiert am Leipziger Münzblock?
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13:37 29.08.2019
Beste Lage, leere Kneipen: Im Münzblock ist Sense. Nach dem Café Waldi (auf der Ecke, links), hat auch die Fastfood-Kette Big Burgester dicht gemacht. Quelle: Christian Modla
Leipzig

Einst war hier das Einfallstor zur Ausgehmeile Karli, doch nun herrscht gähnende Leere auf dem kleinen Platz zwischen Münzgasse und Peterssteinweg. Kein Café Waldi hat seinen Freisitz aufgebaut und kein Luxus-Burgerladen die Heizpilze für den Abend hinaus gestellt, beide Läden gibt es nicht mehr.

Big Burgester verlässt den Münzblock

Warum das Café Waldi nach neun Jahren mit etablierten Kult-Status seine Türen im Oktober 2018 für immer schloss, dazu kam seitens der Betreiber nie eine offizielle Begründung. Nun hat auch der erst im Frühjahr 2018 eröffnete Burgerladen „Big Burgester“ (früher: Burgermeister) nebenan dichtgemacht. „Wir machen woanders einen anderen Laden auf“, kommentiert der Gastro-Unternehmer Rocco Fischer die Schließung, mehr möchte er nicht sagen. Die Burger-Filiale am Südplatz laufe weiter. Liegt es also doch am Standort?

Nach dem Café Waldi verlässt auch Big Burgester (früher: Burgermeister) den Münzblock. Quelle: Jens Rometsch

„Die Einheiten sind neu vermietet“, heißt es dazu knapp aus der Zentrale der Siag Property GmbH in Berlin, Eignerin der sanierten Altbauimmobilie im südlichen Zentrum Leipzigs. Der Münzblock erscheint auf der Startseite des Unternehmens aktuell weit oben.

Neueröffnung des Waldi-Nachfolgers lässt auf sich warten

Ein Mieter für die Gastronomie-Einheiten ist bereits bekannt: Es handelt sich dabei um den Gastronomie-Unternehmer Jörg Duschanek. Er betreibt außerdem das Alte Papierlager in der Goldschmidtstraße, eine Location für Whiskey- und Weinverkostungen. Eigentlich wollte er schon im Frühjahr mit einem neuen Konzept in den Münzblock einziehen, die Location aber ist weiter unbelebt. Folien mit dem ausgedienten Waldi-Maskottchen verhängen noch immer die großen Fenster. Warum es mit dem Aufbau der neuen Location nicht vorangeht, dazu hält sich auch Duschanek bedeckt: „In Leipzig wird viel geredet“, sagt er. „Wir wollen unser Konzept in Ruhe ausfeilen.“

Duschaneks neuer Nachbar soll nach LVZ-Informationen ein vietnamesisches Restaurant sein. Es wäre eines von vier weiteren asiatischen Gastronomiebetrieben in dieser Gegend. Ob es sich bei der Konkurrenz durchsetzen kann, bleibt also abzuwarten. Hohe Mieten für große Flächen in Kombination mit einem sich verändernden Publikum zwischen Zentrum und Südvorstadt – das ist offensichtlich keine Konstellation, die derzeit Bestand garantiert.

Von Anna Flora Schade

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