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Lokales „Gefährlicher Unsinn“ - CDU lehnt Freigabe aller Straßen für Radfahrer ab
Leipzig Lokales „Gefährlicher Unsinn“ - CDU lehnt Freigabe aller Straßen für Radfahrer ab
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22:18 18.07.2011
Dieter Deissler, Stadtrat und Vorsitzender des CDU-Ortsvereins Mitte (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Es sei zu befürchten, dass die Freigabe zu einer dramatischen Zunahme von Unfällen mit Fahrradfahrern führen werde, deren Zahl bereits jetzt bei rund 700 im Jahr liege.

Deissler sagte, nur als Beitrag zum Füllen des Sommerlochs könne er den Vorschlag begreifen, den Fahrradverkehr je Fahrtrichtung künftig zweispurig zu führen: die langsamen Radfahrer auf den teuer ausgebauten Radwegen, die schnellen auf der Fahrbahn. Die Begründung sei „entlarvend offen“: Man möchte zügig vorankommen. Autofahrern werde ein solcher Wunsch jedenfalls nicht zugebilligt. „Gesundheit  und Leben der Verkehrsteilnehmer dürfen keinesfalls zum Spielball ideologischer Selbstverwirklichung werden“, mahnte der CDU-Vorsitzende. Es gehe um einen Ausgleich aller Interessen.

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Kritik kam auch vom Vizechef der CDU-Stadtratsfraktion, Konrad Riedel. Mit allen möglichen und unmöglichen Argumenten hätten die Grünen seit zwei Jahrzehnten permanent den Bau von Radwegen gefordert. Nun sollten Radwege gar nicht mehr von Radfahrern genutzt werden. Das sei nicht zu verstehen. Das Beste, das der Grünen-Forderung laut Riedel abzugewinnen sei: Die Stadt brauche, sofern deren Antrag durchkommt, künftig keine neuen Radwege mehr zu bauen.

mi