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Lokales Gegen „Mietenwahnsinn“ – Mehrere Samstagsdemonstrationen in Leipzig
Leipzig Lokales Gegen „Mietenwahnsinn“ – Mehrere Samstagsdemonstrationen in Leipzig
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21:25 05.04.2019
Am Samstag wird nicht nur in Leipzig dafür demonstriert, den „Mietenwahnsinn zu stoppen“ (Symbolbild). Quelle: Angelika Warmuth/dpa
Leipzig

In mehreren Städten Europas gehen am Samstag Menschen gegen steigende Mietpreise auf die Straße – auch in Leipzig wird unter dem Motto „Mietenwahnsinn stoppen“ demonstriert. Über 2000 Teilnehmer sollen von morgens bis abends durch die Messestadt spazieren und mehr bezahlbaren Wohnraum fordern.

Mit der Veranstaltung „Steigenden Mieten die rote Karte zeigen – Für bezahlbaren Wohnraum für alle – Gemeinsam gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung!“ werden etwa 100 Teilnehmer den Demonstrationssamstag im Süden der Stadt um 12 Uhr einleiten. Ihre Route führt sie von der Leopoldstraße über die Wolfgang-Heinze-Straße zum Connewitzer Kreuz, weiter über die Kochstraße zur Richard-Lehmann-Straße und Arthur-Hoffmann-Straße und schließlich zum Bayrischen Platz.

Geplante Verkehrseinschränkungen

Das Leipziger Ordnungsamt weist in diesem Zusammenhang auf Verkehrseinschränkungen rund um die Demos am Samstag hin. Wird die erste von ihnen um 14 Uhr beendet, nehmen die Veranstalter von „Mietenwahnsinn stoppen“ am Bayerischen Platz ihre Überbleibsel auf.

Neben der SPD Leipzig ruft auch der Student_innenRat der Universität Leipzig zur Teilnahme auf. Während die Studierenden eine soziale Bebauung der Brachflächen am Wilhelm-Leuschner-Platz und Bayerischen Bahnhof fordern, schlägt Anja Feichtinger (SPD) ein neues Wohnviertel an der Kiebitzmark in Paunsdorf vor. Sachsen-Anhalts Bauminister Thomas Webel (CDU) fürchtet hingegen, günstiger Wohnraum locke noch mehr Menschen vom Land in die Städte.

Europaweite Demonstrationen

Vom Bayerischen Platz aus starten die rund 2000 Demonstranten in Richtung Stadtzentrum über die Windmühlenstraße und den Wilhelm-Leuschner-Platz. Vom Peterssteinweg aus setzen sie ihren Weg über die Petersstraße zum Ziel, dem Leipziger Markt, fort. Dort sollen ab 16 Uhr Vertreter der Stadtratsfraktionen den Protestierenden Rede und Antwort stehen.

Die Veranstalter fürchten vor allem, dass sich Leipzigs Wohnungsmarkt preislich dem Niveau anderer Großstädte angleichen könnte. Auch in Städten wie München, Stuttgart und Köln wie auch Barcelona, Paris und Lissabon ist am Samstag zu ähnlichen Demonstrationen aufgerufen worden. In Berlin werden sogar 6000 Teilnehmer erwartet, da zu einer Unterschriftensammlung für die Erwirkung eines Volksbegehrens aufgerufen wurde.

„Save your Internet“-Demo

Auch das Bündnis SaveTheInternet hat erneut, trotz beschlossener Urheberrechtsreform, dazu aufgerufen gegen die Entscheidung des EU-Parlaments unter dem Motto „Save your Internet – Jetzt erst Recht“ zu demonstrieren. Dafür schließen sie an die vorherigen Veranstaltungen an und starten um 17.30 Uhr am Markt. Ihr Weg führt sie bis 20 Uhr über die Katharinenstraße zum Hallischen Tor, Richtung Willy-Brandt-Platz zur Goethestraße und Grimmaischen Straße, und zurück zum Markt. Auch hier werden 1000 Teilnehmer erwartet, auf die der Verkehr Rücksicht nehmen muss.

Von Lotta-Clara Löwener

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