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Lokales Leipziger Farben beim grünen St. Patricks Day in New York
Leipzig Lokales Leipziger Farben beim grünen St. Patricks Day in New York
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14:55 18.03.2019
Am Feuerwehrwagen bei den „Tapfersten aus dem Barrio“: Leipziger Feuerwehrleute nahmen am Umzug zum St. Patricks Day in New York teil. Quelle: Fotos: Eurofire.org
Leipzig/New York

Zwischen den 150 000 Teilnehmern bei einer der größten Paraden in New York fielen die insgesamt 40 Feuerwehrleute aus Sachsen und Sachsen-Anhalt zwar kaum auf. Aber weil sie im Block der New Yorker Feuerwehr mitmarschierten, kam ihnen schon eine besondere Ehre zu. Traditionell gedenken die Einsatzkräfte in New York an diesem Tag auch ihrer gefallenen Kameraden beim Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001.

„Wir hatten uns am Morgen zur Wache Spanish Harlem begeben, um von dort mitzulaufen“, berichtete Axel Degen von der Freiwilligen Feuerwehr Böhlitz-Ehrenberg. „Das war von unserer langjährigen Partnerwehr in Orange County nahe Los Angeles organisiert worden.“ Er sei insgesamt sehr bewegt gewesen von der Sympathie, die einem als Feuerwehrmann in Amerika zuteil werde. Degen: „Das war schon etwas Besonderes.“

Am Ground Zero salutierten die Einsatzkräfte, gedachten der Kameraden, die bei den Löscharbeiten am World Trade Center nach dem Anschlag 2001 ums Leben kamen. Quelle: Eurofire.org

Bereits am Vortrag seien sie alle zusammen an das Denkmal zum Ground Zero marschiert, um der Feuerwehrmänner und -frauen zu gedenken, die bei den Löscharbeiten und beim Einsturz der beiden Hochhäuser des World Trade Center ums Leben kamen. „Dort haben wir im Rahmen einer Schweigeminute unseren umgekommenen Kameraden salutiert und anschließend weiße Rosen niedergelegt“, berichteten Teilnehmer auf einem Blog bei Eurofire. Dabei spannten die 40 Kameradinnen und Kameraden aus Mitteldeutschland, von denen allein 20 aus Leipzig stammten, jeweils auch ihre Fahnen auf.

Zum St. Patrick Day fand heute in New York mit 150.000 Teilnehmern eine der größten Paraden statt. Im Marschblock der New Yorker Feuerwehr marschierten auch 40 Kameradinnen und Kameraden aus Deutschland 🇩🇪 mit, 20 davon sind aus Leipzig!

Gepostet von Leipziger Feuerwehrverband e.V. am Sonntag, 17. März 2019

Die Organisation Eurofire kümmert sich als Verein seit Jahren um den Austausch von Feuerwehrleuten aus der Region Leipzig mit Amerika, begann damit schon kurz nach der Wende. Im Vorjahr hatte ihr Vorsitzender Matthias Dünkel dazu aufgerufen, Spenden für die Opfer der Waldbrände in Kalifornien 2018 zu sammeln. 12 000 Euro kamen mit dem Feuerwehrverband Leipzig zusammen. Im Februar dieses Jahres dankte das amerikanische Roten Kreuz mit einer formellen Urkunde. Schon 1993 hatte Dünkel mit einer Abordnung aus Leipzig, darunter auch Leipzigs heutiger Feuerwehrchef Peter Heitmann, beim ersten Austausch Kalifornien besucht – kurz zuvor hatte es dort ebenfalls einen riesigen Waldbrand gegeben, dessen Ruinen die Leipziger aufsuchten.

Auch Döbelner Kameraden waren in New York dabei:

Quartett aus der Stiefelstadt läuft mit 46-köpfiger Gruppe aus Sachsen im internationalen Feuerwehrblock mit

Für die vielen junge Kameraden, die bei diesem ersten Besuch des „Big Apple“ dabei sind, stand jedoch die Metropole New York im Fokus – mit all seinen faszinierenden Facetten. So war neben dem Besuch einiger Feuerwehrwachen in den vergangenen Tagen am Montag vor dem Heimflug am Abend noch ein größes Besuchsprogramm angesetzt. „Staten Island, Brooklyn Bridge – das hatten wir ja alle vorher nicht geschafft“, so Axel Degen. Am Abend war dann der Heimflug angesetzt. „Weil wir mit 40 Teilnehmern eine größere Gruppe sind, wurden wir auf nicht weniger als fünf Flugzeuge verteilt“, erzählte er. Sorgen, nicht anzukommen, machte er sich aber nicht. Degen: „Eins ist sicher: Ein Feuerwehrmann findet immer Heim!“

Von Jörg ter Vehn

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