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Lokales Gewandhausorchester gewinnt Tourismuspreis
Leipzig Lokales Gewandhausorchester gewinnt Tourismuspreis
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10:01 30.11.2018
Professor Andreas Schulz vom Gewandhaus und Michael Maul vom Bachfest erhalten von LTM-Chef Volker Brehmer (von links) ihre Tourismuspreise. Quelle: Fosto: Christian Modla
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Leipzig

Beim Eintreffen der Gäste erklingen jazzige Songs, ein sächsischer Bahnhofsvorsteher geleitet sie zur Garderobe, Hostessen reichen Perlwein. Der Historische Wartesaal des Hauptbahnhofes ist in stimmungsvolles Licht getaucht. Das eindrucksvolle Ambiente des Saales, der für Seminare, Empfänge oder Festveranstaltungen genutzt ist, wurde für ein besonderes Ereignis am gestrigen Abend hergerichtet: die Verleihung des Leipziger Tourismuspreises 2018.

Traditionell erklingt auch per Band der alte Queen-Klassiker „We are the champions“. Ein wahrer Klassiker ist in diesem Jahr auch der Sieger: das traditionsreiche Gewandhausorchester. Und bei den Persönlichkeiten konnte sich der Leipziger Bachforscher Michael Maul durchsetzen, der Intendant des Bachfestes Leipzig ist.

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Der Preis wird von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) für innovative Leistungen vergeben, die Leipzig und die Region vorangebracht haben. In diesem Jahr übrigens bereits zum 16. Mal. Insgesamt waren 14 Unternehmen und sieben Persönlichkeiten nominiert. Eine hochkarätige Jury von fünf Stadträten sowie zehn Marketingfachleuten aus Tourismus, Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft die Preisträger aus.

Konzerte bringen Übernachtungen

Das Gewandhausorchester feierte im Frühjahr 2018 sein 275. Jubiläum mit einer Vielzahl hochkarätiger Veranstaltungen. Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons absolvierte in den Festwochen insgesamt 11 Konzerte mit dem Gewandhausorchester. „Das älteste bürgerliche Orchester ist international das größte Aushängeschild für die Musikstadt Leipzig und sorgt jährlich für tausende Übernachtungen“, lobte LTM-Geschäftsführer Volker Bremer, der den Preis an Gewandhausdirektor Andreas Schulz überreichte.

Der zweite Preis ging an das Paulinum mit der Universitätskirche St. Pauli, die sich seit Eröffnung 2017 zu einem Besuchermagneten entwickelt hat. hunderte Interessierte kommen Tag für Tag in das imposante Gebäude, besichtigen die Kunstschätze, nehmen an zahlreichen Veranstaltungen und am Gottesdienst teil. Platz drei ging an den Verein Notenspur, der die herausragende Musiktradition der Stadt Leipzig mit einem Wegeleitsystem sichtbar macht.

Waghalsiger Bachfest-Coup

Überrascht von der Ehrung wurde Michael Maul, der seit 2015 Dramaturg des Bachfestes Leipzig ist und seit 2018 dessen Intendant. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass bei einem spektakulären Leipziger Kantaten-Ring in diesem Jahr beim Bachfest an zwei Tagen in Nikolaikirche und Thomaskirche in zehn Konzerten und 18 Stunden insgesamt 33 der schönsten Bach-Kantaten erklangen. „Mit diesem waghalsigen Unternehmen landete das Bachfest einen Coup, denn der Kantaten-Ring war in kurzer Zeit ausverkauft“, lobte Bremer. Bei den 161 Bachfest-Veranstaltungen wurden 79000 Besucher aus 40 Ländern gezählt. Damit wurde die Bestmarke von 2015 übertroffen (74000 Besucher).

Bei den Persönlichkeiten wurde Werner Schneider, Chef des Vereins Notenspur, Zweitplatzierter. Er initiierte in ehrenamtlicher Tätigkeit beispielsweise das Projekt „Europäische Notenspuren“. Der dritte Platz geht an Rüdiger Pusch vom Krystallpalast Varieté, welches derzeit mit der Dinnershow “Gans ganz anders“ im historischen Spiegelzelt auf dem Leuschnerplatz begeistert.

Von Mathias Orbeck

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