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Lokales Giftgas in Böhlen? Landkreis Leipzig probt zweimal im Jahr den Ernstfall
Leipzig Lokales Giftgas in Böhlen? Landkreis Leipzig probt zweimal im Jahr den Ernstfall
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22:00 16.11.2017
Feuerwehrleute proben in der Gemeinde Parthenstein den Ernstfall. Quelle: Ralf Saupe
Zwenkau

Ein beeindruckendes Bild, das sich Ende Oktober in der Agrarproduktion Elsteraue in Zwenkau geboten hat. Rund 140 Kräfte aus dem Kreis Leipzig waren in den Stallungen des Landwirtschaftsbetriebes im Einsatz, probten den Ausbruch der Schweinepest. Es war eine von zwei Großübungen, mit denen der Katastrophenschutz des Kreises jedes Jahr das überörtliche Zusammenspiel seiner Einheiten trainiert. Landkreisübergreifende Manöver sind alle zwei Jahre unter Federführung der Landesdirektion Sachsen angedacht, sagt Kreisbrandmeister Nils Adam. Auf kommunaler Ebene haben die lokalen Feuerwehren und Hilfsorganisationen in der Regel die Leitung inne. Das Spektrum an Katastrophenschutz-Einheiten ist bundesweit breit gefächert. Im Kreis Leipzig bilden die Feuerwehren so etwas wie das Rückgrat, agieren aber nicht alleine. Als Hilfsorganisation ist auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in den Katastrophenschutz involviert. „Retten und Helfen ist bei uns Ehrensache. Wir stützen uns zu 100 Prozent auf das Ehrenamt “, betont Adam.

In den Übungsszenarien simulieren die hiesigen Katastrophenschützer zum einen Unfälle in regionalen Industriebetrieben, etwa einen Giftgasaustritt bei Dow Chemical in Böhlen oder eine Explosion auf dem Gelände des Sprengstoffherstellers Maxam in der Gemeinde Thallwitz. Zum anderen werden ereignisbezogene Schwerpunkte gesetzt. „Damit sind zum Beispiel Großbrände, Tierseuchen und Waldbrände gemeint“, schildert Adam, der auch in der Freiwilligen Feuerwehr Bennewitz tätig ist. Hinzu kommen drittens Marschübungen wie im vergangenen Frühjahr. Und was passiert nach einem Manöver? Dann geht es an die Auswertung und Nachbereitung, sagt der Kreisbrandmeister und ergänzt: „Wir schauen, was gut funktioniert hat und was nicht, was bleiben kann und was sich ändern muss, wo zu viel da ist und wo es Lücken gibt.“

Von Matthias Klöppel

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