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Lokales Giftköder-Funde in Leipziger Parks nehmen zu
Leipzig Lokales Giftköder-Funde in Leipziger Parks nehmen zu
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13:09 26.05.2019
Aufgepasst beim Spaziergang mit dem Hund, in Leipziger Parks wurden Giftköder gefunden. (Symbolbild) Quelle: Philipp Schulze/dpa
Leipzig

Im Frühjahr einen Spaziergang mit dem Hund durch den Park zu machen, ist eine Wohltat für Mensch und Vierbeiner. Hundebesitzer sollten aber ein Auge auf ihre Lieblinge haben, wenn diese plötzlich etwas in der Schnauze halten. Dahinter könnten sich Giftköder oder mit Angelhaken gespickte Würstchen verbergen.

„Seit Frühlingsbeginn bekommen wir wieder deutlich mehr Hinweise auf Giftköder von Hundebesitzern“, sagt Katrin Thiemicke vom Verein Tiernothilfe Leipzig. Auf seiner Facebookseite teilt der Verein regelmäßig Fundorte von gefährlichen Leckerlis, beispielsweise mit Nägeln oder Rattengift gespickte Wurststücke, Eier oder kommerzielle Hundeleckerlis. „Das betrifft alle Stadtteile“, so Thiemicke.

Training in der Hundeschule kann helfen

Ein Hinweis stammt von Annegret Dorendorfer. Die 23-Jährige ist selbst Halterin von drei Hunden, zwei Border-Collie-Mischlingen und einem Dobermann-Mischling. Eine Bekannte von ihr hatte Mitte Mai präparierte Köder im Park an der Bismarckstraße in Großzschocher gefunden, gegenüber einer Drogeriefiliale. Daraufhin haben sie Warnhinweise im Viertel verteilt.

Achtung ! Großzschocher im Park an der Bismarckstraße

Gepostet von Tiernothilfe Leipzig am Mittwoch, 15. Mai 2019

Aber das ist nicht die einzige Vorsichtsmaßnahme der Hundeliebhaberin. Mit ihren Vierbeinern hat sie ein Antigiftködertraining bei einer Hundeschule absolviert. „Dabei lernen die Tiere sich vor das Leckerli zu setzen und auf ihre Herrchen zu warten“, erklärt Dorendorfer.

Ein Maulkorb kann das Schlimmste verhindern

So ein Training findet auch Thiemicke von der Tiernothilfe empfehlenswert. Außerdem sollten Hundebesitzer ihre Tiere bei Spaziergängen im öffentlichen Park immer anleinen. „Dann können sie nicht einfach im Gebüsch verschwinden. Man sollte auch nie vergessen, dass es Menschen gibt, die Angst vor Hunden haben“, sagt sie. Sollte das Antigiftködertraining nicht anschlagen, helfe in letzter Konsequenz nur ein Maulkorb.

Thiemicke, selbst Hundehalterin, wünscht sich, dass jeder Giftköderfund bei der Polizei angezeigt wird. „Das passiert leider viel zu selten. Es wäre schön, wenn irgendwann eine Statistik erstellt werden könnte“. Sie habe aber auch schon erlebt, dass Polizeibeamte den Fund von Giftködern als „Nichtigkeit“ abgetan hätten. Ein Sprecher der Polizei teilte auf LVZ-Anfrage mit, dass im vergangenen Monat keine Hinweise auf gefährliche Leckerlis bei der Polizei eingegangen seien.

Von Pia Siemer

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