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Lokales Goldene Tauben bei DOK Leipzig verliehen
Leipzig Lokales Goldene Tauben bei DOK Leipzig verliehen
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23:09 02.11.2019
Das Filmfestival DOK Leipzig ging am Samstag mit der Verleihung der Goldenen Taube zu Ende. (Symbolbild) Quelle: Sebastian Willnow/zb/dpa
Leipzig

Beim Dokumentarfilmfestival DOK Leipzig sind am Samstagabend die besten Produktionen ausgezeichnet worden. Insgesamt wurden im Leipziger Kupfersaal 24 Preise in einem Gesamtwert von 82.000 Euro verliehen. Mit der Goldenen Taube im internationalen Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm wurde der Film „Exemplary Behaviour“ der litauischen Filmemacher Audrius Mickevicius und Nerijus Milerius ausgezeichnet. Sie ergründen darin Schuld und Sühne am Beispiel zweier zu lebenslänglicher Haft verurteilter Straftäter, wie das Festival mitteilte. Das Preisgeld von 10.000 Euro stiftete der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR).

Hauptpreis für „Exemplary Behaviour“

„Exemplary Behaviour“ wurde außerdem mit dem Internationalen Kritikerpreis und mit dem Preis der Interreligiösen Jury ausgezeichnet, der mit 2.500 Euro dotiert ist. Mit dem Gewinn der Goldenen Taube kann sich die litauische Produktion automatisch auch für den US-amerikanischen Oscar-Wettbewerb in der Kategorie Dokumentarfilm qualifizieren, sofern die formalen Kriterien erfüllt werden.

Als beste Produktion im deutschen Wettbewerb der langen Dokumentar- und Animationsfilm wurde „Zustand und Gelände“ von Ute Adamczewski mit einer Goldenen Taube und einem Preisgeld von 10.000 Euro ausgezeichnet. Die Regisseurin filmte den Angaben zufolge Orte in Sachsen, denen man nicht mehr ansieht, dass sie 1933 Schauplätze der NS-Verfolgung waren.

Nachwuchs und Kurzes

Die ebenfalls mit 10.000 Euro dotierte Goldene Taube für Nachwuchsregisseure im Next Masters Wettbewerb langer Dokumentar- und Animationsfilm ging an „Sicherheit 123“ der österreichischen Filmemacher Julia Gutweniger und Florian Kofler. In den Alpen gedreht, erkunde der Film ein nahezu unsichtbares Sicherheitssystem, das die Menschen vor Gefahren durch Naturgewalten wie Lawinen schützen soll.

Bei den Kurzfilmen wurden die russische Produktion „Puberty“ von Elena Kondrateva als bester Dokumentarfilm sowie der iranische Kurzfilm „Am I a Wolf?“ von Amir Houshang Moein als bester Animationsfilm mit Goldenen Tauben ausgezeichnet. Die Goldene Taube für den besten deutschen Kurzfilm ging an die deutsch-ukrainische Koproduktion „Opera Glasses“ von Mila Zhluktenko.

Das DOK Leipzig zählt zu den größten Dokumentarfilmfestivals in Europa. Die 62. Ausgabe des Filmfestes hatte am 28. Oktober begonnen und endet am Sonntag. Insgesamt standen 310 Filme aus 63 Ländern auf dem Programm.

Sonderpreise erinnern an Umwälzungen

Die Goldene Taube im Next Masters Wettbewerb kurzer Dokumentar- und Animationsfilm ging an den ukrainischen Beitrag „Deep Love“ von Mykyta Lyskov. Der MDR-Filmpreis in Höhe von 3.000 Euro für einen herausragenden osteuropäischen Dokumentarfilm ging an die polnisch-slowakische Koproduktion „The Wind. A Documentary Thriller“ von Michal Bielawski über die Naturgewalt des Halny-Windes, der den Menschen in Südpolen zusetze.

Der Filmpreis Leipziger Ring für einen Dokumentarfilm über Menschenrechte, Demokratie und bürgerschaftliches Engagement, gestiftet von der Stiftung Friedliche Revolution, ging an „Girls of Paadhai“ von Natalia Preston über ein Frauenhaus im südlichen Indien. Der mit 2.500 Euro dotierte Preis wurde von Publikum ermittelt.

Von LVZ/epd

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