Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Golfen auf der Festwiese: Stadt Leipzig lehnt Privatisierung und Einzäunung ab
Leipzig Lokales Golfen auf der Festwiese: Stadt Leipzig lehnt Privatisierung und Einzäunung ab
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:31 03.10.2013
Driving Range mit 40 Abschlagplätzen: So sehen die Pläne für einen Golf-Übungsplatz auf der Festwiese aus. Quelle: Privat
Anzeige
Leipzig

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) werde deshalb dem Stadtrat ein solches Ansinnen nicht unterbreiten. Die Festwiese sei eine öffentlich nutzbare Fläche, die allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung stehe.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_27509]

Anzeige

40 Golf-Abschlagsplätze, im Golfsport „Driving-Range“ genannt, und ein Restaurant hätten nach den Vorstellungen einer Leipziger Investorengruppe dazu beitragen können, die Festwiese wiederzubeleben. Erste Entwürfe zeigen, dass dazu auf dem Platz, der zum denkmalgeschützten Ensemble am Sportforum gehört, gebaut werden müsste. Die Ideen- und Geldgeber um den Geschäftsmann Frank A. Schmidt, Initiator des Golfparks Seehausen, wollten zwei Millionen Euro in das Projekt stecken.

Wie LVZ-Online erfuhr, hatte es informelle Gespräche in verschiedenen Dezernaten zu dem Thema gegeben. Eine formelle Bauvoranfrage beim Dezernat für Stadtentwicklung gebe es nicht, so Stadtsprecher Matthias Hasberg. Einer Umnutzung der Festwiese stünden außerdem Belange des Denkmal- und Umweltschutzes entgegen, bekräftigte er. Beispiel Denkmalschutz: Die Sichtachse von der Jahnallee zum Glockenturm am Stadion darf nicht beeinträchtigt werden.

Diese Bedenken hatten auch Sprecher der Stadtrats-Fraktionen geäußert, die aus der LVZ von dem Golf-Projekt erfahren hatten. Während Siegfried Schlegel (Linke) die Privatisierung des Areals kategorisch ablehnte, zeigten sich die anderen Fraktionen einer sorgfältigen Prüfung des Projekts nicht grundsätzlich abgeneigt. Tenor: Die Festwiese macht derzeit einen dürftigen Eindruck – Ideen für eine passende Nutzung sind durchaus willkommen.

Evelyn ter Vehn